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3-Tesla-Magnetresonanztomograph

Fachliche Zuordnung Neurowissenschaften
Förderung Förderung in 2017
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 324324095
 
Seit ca. drei Jahrzehnten ist in der internationalen Forschung verstärkt die Tendenz zu verzeichnen, klassische Fragen der Psychologie nicht nur mit experimentalpsychologischen Methoden, sondern auch mit solchen der Neurowissenschaften zu bearbeiten. Moderne bildgebende Verfahren in Kombination mit neuen Analyse- und Modellierungsverfahren erlauben es, die Entwicklung psychischer Leistungen und deren Beeinträchtigung, von der Kindheit bis ins hohe Alter, innerhalb der gesamten Wahrnehmungs-Kognitions-Handlungsschleife sichtbar zu machen und (patho-)psychologischen Modellen der funktionalen Architektur des mentalen Apparats gegenüberzustellen. Als Konsequenz dieser Entwicklung hat sich international ein stark expandierendes, interdisziplinäres Forschungs- und Ausbildungsfeld herausgebildet: "Kognitive Neurowissenschaft". Aktuell gibt es in München allerdings keine Scannereinrichtung, die dediziert für dieses neue Forschungsfeld zur Verfügung stünde. Auch die Scanner in der Medizin werden fast ausschließlich für medizinische Untersuchungszwecke genutzt, so dass eine grundlegende Erforschung der zentralnervösen Mechanismen psychologischer/psychiatrischer Erkrankungen und deren Behandlung derzeit nur in sehr stark eingeschränkter Form möglich ist. Während es auf der einen Seite an Zugang zu MRT mangelt, besteht auf der anderen Seite eine ausgezeichnete Expertise im Bereich alternativer bildgebender Verfahren (wie EEG, TMS, klinische Neuropsychologie) und im Bereich multivariater, neuroimaging-basierter Analysemethoden sowie der systemischen Ausbildung in den Neurowissenschaften (GSNLMU). Zusammen mit einer zukünftigen Verfügbarkeit von MRT und zunehmender Erfahrung im Bereich der Bildgebungsforschung könnte sich diese breite neurokognitive Methodenexpertise zu einem bedeutsamen Standortfaktor für die LMU Fachbereiche Psychologie und Medizin/Psychiatrie entwickeln. Mit der Anschaffung eines 3T MRT Scanners am Standort Campus Innenstadt soll nach dem Modell weltweit führender Imaging-Labore eine integrative und transdisziplinäre Bildgebungsplattform entstehen, die die bereits etablierten Forschungsstränge im Bereich zentralnervöser (Patho-)Mechanismen psychischer Prozesse zusammenführt und zu internationaler Sichtbarkeit verhilft.
DFG-Verfahren Forschungsgroßgeräte
Großgeräte 3-Tesla-Magnetresonanztomograph
Gerätegruppe 3231 MR-Tomographie-Systeme
Antragstellende Institution Ludwig-Maximilians-Universität München
 
 

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