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Biomarkeridentifizierung und präklinische Therapiestudien in Mastozytose

Antragstellerin Dr. Anja Illerhaus
Fachliche Zuordnung Dermatologie
Förderung Förderung von 2016 bis 2023
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 325545886
 
Mastozytose ist durch eine pathologische Vermehrung von Mastzellen in der Haut, im Knochenmark und in anderen Geweben gekennzeichnet. Bei den meisten Patienten findet man aktivierende Mutationen des KIT-Gens. Je nach Phänotyp und Umfang der Mastzellinfiltration unterteilt man Mastozytose in unterschiedliche Kategorien; in milde Formen wie kutane Mastozytose (CM) und indolent systemische Mastozytose (ISM); und in progressive Formen wie systemische Mastozytose mit begleitender Bluterkrankung (SM-AHNMD), aggressiv systemische Mastozytose (ASM) und Mastzellleukämie (MCL). Die klinischen Auswirkungen der Mastozytose sind heterogen und umfassen Mastzellmediatorsymptome, wie Anaphylaxie, Diarrhöe und Pruritus; und Funktionsstörungen verschiedener Organsysteme wie Zytopenie, Hepatosplenomegalie, Aszites, Malabsorption, Gewichtsverlust und Osteoporose. Patienten mit progressiver Mastozytose haben eine schlechte Prognose mit einer Überlebenszeit von weniger als drei Jahren. Leider sind die aktuellen Behandlungsmöglichkeiten sehr begrenzt und oft nicht ausreichend, um die Symptome zu kontrollieren. Allerdings wurden erst kürzlich neue Biomarker der Mastozytose mit diagnostischem und therapeutischem Potenzial beschrieben (PD-L1, IL-31, Knochenzytokine). Zunächst soll das Projekt dazu dienen weitere Biomarker zu identifizieren, um das Wissen über die Pathogenese der Mastozytose zu erweitern. Dadurch werden neue Angriffspunkte für Therapien verschiedener Mastozytosekategorien aufgezeigt. Zweitens werden wir die Wirkung von Substanzen, die verschiedene Signalwege blockieren, auf Mastzelllinien in vitro und in vivo, unter Verwendung neuer Mausmodelle für Mastozytose (Mx1-Cre/KIT D814Vfl und Mcpt5-Cre/KIT D814Vfl) untersuchen. Auf der Basis dieser präklinischen Studien können dann wirksame Therapien für Patienten mit Mastozytose entwickelt werden. Diese Studien werden sicherlich zu einer effektiveren und verbesserten Patientenversorgung führen.
DFG-Verfahren Sachbeihilfen
 
 

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