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Entwicklung eines neuen Gerätes für die Forschung zur simultanen Bestimmung der temperaturabhängigen thermischen Diffusivität, Wärmeleitfähigkeit und spezifischen Wärmekapazität

Fachliche Zuordnung Thermodynamik und Kinetik sowie Eigenschaften der Phasen und Gefüge von Werkstoffen
Physikalische Chemie von Festkörpern und Oberflächen, Materialcharakterisierung
Förderung Förderung von 2017 bis 2022
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 326948128
 
Erstellungsjahr 2023

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Im Vorhaben wurde ein neues Gerät für die Forschung entwickelt, mit dem die zentralen thermischen Größen Wärmeleitfähigkeit und thermische Diffusivität simultan und in einem Messzyklus temperaturabhängig bestimmt werden. Prinzip ist die Auswertung von Temperaturprofilen mit steilen stationären und transienten Temperaturverteilungen. Entlang einer zylinderförmigen Probe wird ein Temperaturgradient durch induktives Heizen an der Oberseite und Kühlen an der Unterseite erzeugt. Mithilfe des derzeit besten thermischen Isolators (Aerogel) wird in axialer Richtung ein eindimensionaler Wärmefluss eingestellt. Über die Differenz der Kühlwassertemperatur vor und nach der Probe wird der Wärmefluss quantifiziert. Die Temperaturprofile entlang der Probe werden während des Aufheizens, Haltens im stationären Zustand und Abkühlens berührungslos mithilfe einer Infrarotkamera mit der derzeit höchsten erreichbaren Präzision gemessen. Aus den zahlreichen während des Aufheizens und Abkühlens gespeicherten transienten Temperaturverläufen wird mithilfe einer inversen numerischen Methode die temperaturabhängige thermische Diffusivität bestimmt. Die temperaturabhängige Wärmeleitfähigkeit wird mithilfe der Fourier-Gleichung aus dem stationären Temperaturverlauf ermittelt. Mit der neuen Methode wird der Zeitaufwand zur Charakterisierung der temperaturabhängigen thermischen Größen im Vergleich zu etablierten Verfahren mit mindestens zwei Geräten bei gleicher Genauigkeit um bis zu zwei Größenordnungen reduziert. Mit der neuen Methode ist es praktikabel, auch komplexe Werkstoffe umfassend zu charakterisieren.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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