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Kombinierte Struktur- und Maßsynthese aufgabenredundanter Roboterkinematiken

Antragstellerin Dr.-Ing. Svenja Spindeldreier, seit 5/2021
Fachliche Zuordnung Automatisierungstechnik, Mechatronik, Regelungssysteme, Intelligente Technische Systeme, Robotik
Förderung Förderung von 2017 bis 2022
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 341489206
 
Erstellungsjahr 2023

Zusammenfassung der Projektergebnisse

In dem abgeschlossenen Projekt „kombinierte Struktur- und Maßsynthese aufgabenredundanter Roboterkinematiken“ wurde theoretisch und simulativ der Entwurfsprozess von parallelkinematischen Maschinen untersucht. Im Fall von Aufgabenredundanz verfügt ein Roboter über mehr bewegliche Freiheitsgrade, als für eine Aufgabe notwendig sind, was beispielsweise im Fall von Fräs- oder Bohrprozessen durch das rotierende Werkzeug der Fall ist. Diese Freiheitsgrade werden in dem vorgeschlagenen, automatisiert durchgeführten Entwurfsprozess für Optimierungen genutzt. Es konnte gezeigt werden, dass dadurch eine Anpassung der Dimensionierung der Roboterstruktur stattfinden kann, sodass dieser Freiheitsgrad besser genutzt werden kann als im Standard-Fall ohne Optimierung. Daraus entstehende Dimensionierungen können hinsichtlich eines Zielkriteriums wie der maximalen Antriebskräfte (zur Antriebsauswahl) oder des Energieverbrauchs besser sein als nicht optimal dimensionierte Strukturen. In späteren Anwendungen kann somit bspw. über die Lebensdauer des Roboters Energie gespart werden, vorausgesetzt die im Entwurfsprozess geschaffenen Potentiale der Energieeinsparung werden auch in der Bahnplanung im Betrieb genutzt. Die erforschten Methoden sind geeignet, den Entwurfsprozess parallelkinematischer Maschinen zu automatisieren und so in kurzer Zeit bessere und vollständigere Realisierungsmöglichkeiten eines neuen Roboters für eine zu lösende Aufgabe zu finden, als bei manuellem oder nur teil-automatisiertem Entwurfsprozess. Die im Projekt entstandenen Software-Werkzeuge wurden unter freier Lizenz publiziert und können von Forschungsinstituten sowie Unternehmen aus Sondermaschinenbau und Automatisierungstechnik genutzt und weiterentwickelt werden. Geeignete Anwendungsfelder sind industrielle Bearbeitungs- und Handhabungsaufgaben aber auch Nischenthemen, für die es keine passenden kommerziell verfügbaren Roboter gibt. Zusätzliche Erkenntnisse des Projekts betreffen die optimale Bahnplanung sowohl mit lokalen Methoden wie der Gradientenprojektion auf Ebene der Beschleunigung, als auch mit globalen Methoden wie der Dynamischen Programmierung. Die Verfahren sind sowohl für die Optimierung im Entwurfsprozess, als auch im Betrieb einsetzbar.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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