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Erstellung eines chemisch-physikalischen Modells eines Lithium-Luft-Akkumulators mit Hilfe von tomografischen in-operando Untersuchungsmethoden und Impedanzspektroskopie

Antragstellerinnen / Antragsteller Professorin Dr.-Ing. Julia Kowal; Dr. Ingo Manke
Fachliche Zuordnung Elektrische Energiesysteme, Power Management, Leistungselektronik, elektrische Maschinen und Antriebe
Förderung Förderung von 2017 bis 2023
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 357753796
 
Erstellungsjahr 2025

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Lithium-Luft-Batterien gelten als eine vielversprechende Technologie für die Energiespeicherung der Zukunft, da sie theoretisch eine sehr hohe Energiedichte bieten. Doch ihre praktische Umsetzung ist noch mit großen Herausforderungen verbunden. In diesem Projekt wurden Materialuntersuchungen, elektrische Messungen sowie modernste Bildgebung mit maschinellem Lernen kombiniert, um ein besseres Verständnis für die Vorgänge in diesen Batterien zu gewinnen. Durch den Einsatz von in-situ Synchrotron-Tomographie und ex-situ FIB-Tomographie konnten die 3D-Morphologien und die Alterungsprozesse der Batteriezellen sehr detailliert untersucht werden. Eine amidebasierte Elektrolytmischung erwies sich als besonders vorteilhaft für die Entladekapazität. Auch die verwendeten Kohlenstoffmaterialien hatten großen Einfluss, wobei nicht nur eine hohe Oberfläche oder ein großes Porenvolumen entscheidend waren, sondern die optimale Kombination beider Eigenschaften. Mangan-Mischoxid und Eisenoxid wurden als vielversprechendste Katalysatoren identifiziert. Ein weiteres wichtiges Ergebnis betrifft die Alterung der Lithium-Anode. Es zeigte sich, dass die Stromdichte die mechanische Abnutzung der Anode beeinflusst und dadurch die Lebensdauer der Batterie verringern kann. Dank hochauflösender Bildgebung konnten nicht nur die Abnutzung der Anode, sondern auch Ablagerungen in der Gasdiffusionselektrode sichtbar gemacht werden. Ein zentraler technischer Fortschritt dieses Projekts war der Einsatz von maschinellem Lernen. Insbesondere der Einsatz von Random-Forest-Algorithmen ermöglichte es, komplexe Bilddaten effizient zu analysieren – eine entscheidende Voraussetzung, da gealterte Elektroden äußerst komplexe Strukturen aufweisen. Zudem erlaubte die Kombination verschiedener FIB-Detektoren eine detaillierte Untersuchung der hochporösen Nanostrukturen. Die in diesem Projekt entwickelte Bildgebungsanalytik hat sich bereits als äußerst wertvoll für die weitere Forschung erwiesen und wird in zahlreichen wissenschaftlichen Publikationen zitiert. Darüber hinaus konnten neue Erkenntnisse darüber gewonnen werden, welche Materialien für zukünftige Lithium-Luft-Batterien besonders vielversprechend sind. Damit leistet dieses Projekt einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung dieser innovativen Batterietechnologie.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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