Untersuchung des hyperintensen akuten Reperfusionsmarkers zum Nachweis einer Ischämie in vorderer und hinterer Zirkulation bei Patienten mit transienter ischämischer/neurologischer Attacke
Zusammenfassung der Projektergebnisse
Das Ziel dieser Personalkostenbeihilfe im Rahmen des Basismoduls war es, FLAIR-Aufnahmen und dynamische FLAIR-Aufnahmen nach Kontrastmittelgabe im Standard-Stroke/TIA-MRT-Protokoll zu implementieren und die Bedeutung von HARM bei Patienten mit TIA/TNA im Detail zu evaluieren. Im Verlauf der Patientenakquisition zeigte sich bedauerlicherweise, dass das Ziel auch Patienten mit TNA einzuschließen, nicht zu erreichen war. Bei den TIA-Patienten konnte HARM in einem relevanten Anteil der Patienten nachgewiesen werden und es zeigte sich, dass FLAIR- Aufnahmen nach Kontrastmittelgabe komplementär zur üblichen Bildgebung (DWI und PWI) bei Patienten mit TIA sind und mit ihnen die Detektion von Spuren eines vorausgegangen Gefäßverschlusses und der konsekutiven Minderperfusion möglich ist, die zu einer Blut-Hirn-Schranken-Störung führte, aber nicht unbedingt zu einer ischämischen Läsion. Die Ergänzung einer FLAIR-Sequenz in einem Standard-Stroke/TIA-MRT-Protokoll nach Kontrastmittelgabe im Rahmen einer Perfusionsbildgebung oder kontrastmittelgestützten Gefäßdarstellung könnte somit die Detektion stattgehabter akuter cerebraler Ischämien signifikant erhöhen und damit letztlich die Patientenversorgung verbessern. Die dynamischen FLAIR-Aufnahmen hingegen, obwohl im Ansatz interessant und letztlich auch den langsamen Übertritt des Kontrastmittels in den Subarachnoidalraum beweisend, ließen bei der systematischen Analyse der Signalintensitätswerte-Werte eine interinviduelle Vergleichbarkeit vermissen. Der Nutzen der zusätzlich zu gewinnenden Informationen erscheint angesichts insbesondere der deutlichen Verlängerung der Untersuchungszeit (ca. 12 Minuten) derzeit eher gering. Im Rahmen von zukünftigen Forschungsvorhaben zu HARM und ähnlichen Phänomenen bei TIA/Schlaganfall und anderen neurologischen Erkrankungen könnte der Einsatz einer dynamischen FLAIR-Sequenz jedoch weiterhin sinnvoll sein.
Projektbezogene Publikationen (Auswahl)
-
GLOS and HARM in patients with transient neurovascular symptoms with and without ischemic infarction. Journal of Neuroradiology, 49(3), 244-249.
Förster, A.; Ramos, Ana; Wenz, H.; Böhme, J.; Groden, C. & Alonso, A.
