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Physiologische Charakterisierung von Ran Binding Protein 3-Like und dessen Funktion beim Nierenzellkarzinom

Fachliche Zuordnung Nephrologie
Anatomie und Physiologie
Hämatologie, Onkologie
Förderung Förderung seit 2017
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 386120064
 
Initial sind wir, ausgehend von der nierenspezifischen Expression, für RANBP3L von einer nierenspezifischen Funktion, z. B. bei der Adaptation an osmotischen Stress oder Beteiligung an der Urinkonzentrierung ausgegangen. Unsere Vorarbeiten und auch die Expressionsdaten aus dem TCGA deuten darauf hin, dass das Fehlen oder eine verminderte Expression von RANBP3L potentiell die Tumorentstehung fördert und somit RANBP3L einen bislang unbekannten Tumorsuppressor darstellen könnte. Das Ziel dieses Vorhabens ist es daher zum einen weiter die physiologische Funktion von RANBP3L weiter zu charakterisieren und zum anderen eine mögliche Funktion von RANBP3L bei der Tumorentstehung/Metastasierung zu untersuchen. Morphologisch haben RANBP3L-defiziente-Zellen einem EMT ähnlichen Phänotyp. Initiale Experimente zeigen, dass die Deletion unter anderem zu einer Aktivierung des TGF-ß/Smad und MAPK-Signalweges führt. Dies soll weiter untersucht werden, da diese Signalwege auch bei verschiedenen Tumorentitäten dereguliert sind. Wir werden auch die direkte Beteiligung von NFAT5 an der RANBP3L Expression weiter validieren. Wichtig für das Verständnis der zellulären Funktion ist auch die Identifikation und Charakterisierung von Interaktionspartnern bzw. von Faktoren, die über RANBP3L in bzw. aus dem Zellkern transportiert werden. Daher werden wir mögliche Interaktionspartner über Massenspektroskopische Analysen identifizieren und die Interaktion mit bestätigen. Die Ergebnisse aus diesem Ansatz werden helfen die physiologische Funktion von RANBP3L besser zu verstehen. Unsere bisherigen Daten stammen aus Mauszelllinien. Diese Daten zusammen mit den Analysen der TCGA-KIRC Datenbank deuten darauf hin, dass RANBP3L eine potentielle Funktion als Tumorsuppressor haben könnte. Wir werden daher untersuchen, welchen Einfluss der Knock Out sowie die ektopische Überexpression von RANBP3L auf den Phänotyp von gesunden humanen Zellen und humanen Tumorzellen hat. Die Deletion von RANBP3L führt zu massiven phänotypischen Veränderungen der Zellen. Die Expression von SPARC (induziert) und SH3GL2 (supprimiert) sind invers reguliert. Wir werden daher untersuchen, ob die veränderte Expression eines oder beider Faktoren kausal für den beobachteten Phänotyp ist.Zusätzlich zu den in vitro Analysen möchten wir Informationen über die in vivo Funktion von RANBP3L erhalten. Dazu haben wir eine RANBP3L Knock-Out Maus generiert. Diese soll im Rahmen des Projektes phänotypisch charakterisiert werden.
DFG-Verfahren Sachbeihilfen
 
 

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