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EXC 2002: Science of Intelligence (SCIoI)
Fachliche Zuordnung
Informatik
Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung
Grundlagen der Biologie und Medizin
Neurowissenschaften
Philosophie
Psychologie
Statistische Physik, Nichtlineare Dynamik, Komplexe Systeme, Weiche und fluide Materie, Biologische Physik
Systemtechnik
Zoologie
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Grundlagen der Biologie und Medizin
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Statistische Physik, Nichtlineare Dynamik, Komplexe Systeme, Weiche und fluide Materie, Biologische Physik
Systemtechnik
Zoologie
Förderung
Förderung seit 2019
Webseite
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Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 390523135
Obwohl Intelligenz den Lauf unserer Welt bestimmt, bleibt es eine der großen wissenschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit, Intelligenz zu verstehen. Umfangreiche Bemühungen in verschiedenen Wissenschaftsbereichen haben bisher nur ein fragmentiertes und unvollständiges Verständnis von Intelligenz hervorgebracht. Dabei belegt die rasante Entwicklung der Künstlichen Intelligenz (KI), wie wichtig es ist, Intelligenz umfassend zu verstehen. Der Exzellenzcluster "Science of Intelligence" (SCIoI) erforscht ein neues, weitreichendes und wissenschaftlich fundiertes Verständnis von Intelligenz. Dieses Verständnis liefert tiefgreifende Erkenntnisse über die Intelligenz und Kognition von biologischen Lebewesen. Zudem ermöglicht es die Erschaffung von künstlich intelligenten Systemen mit neuartigen Fähigkeiten, die biologischer Intelligenz viel ähnlicher sind als bestehende KIs. Diese neuen KIs passen sich ihrer Umwelt und neuen Aufgaben flexibel an und agieren in der realen Welt. Dabei sind sie energieeffizient und weniger datenhungrig. Somit stellen sie eine Alternative zu den heutigen KIs dar, deren virtuelle Existenz Anwendungen in der realen Welt erschweren, die einen hohen Energieverbrauch aufweisen und zum Lernen riesige Mengen von Daten erfordern. Während der ersten Förderperiode haben wir die konzeptionellen und methodischen Grundlagen für SCIoI gelegt. Die Gültigkeit dieser Grundlagen haben wir in theoretischen und empirischen Experimenten mit biologischen und künstlichen Agenten untersucht. Dies hat zu einem kohärenten Forschungsprogramm geführt, dass das Wissen und die Methoden der Intelligenzforschung über Disziplinen vereint. Dabei werden ethische Aspekte der Forschung und Anwendung von Anfang an mitgedacht. In der angestrebten zweiten Förderphase werden wir, aufbauend auf den etablierten Grundlangen, die Charakterisierung von Intelligenz vervollständigen und zu einer wissenschaftlichen Theorie ausbauen. Dies wird dadurch möglich, dass wir Intelligenz über ihre mechanistischen Prinzipien konzipieren, nicht über ihr Verhalten. Wir überprüfen dies in biologischen und künstlichen Arten, entlang der zeitlichen Entwicklung von Intelligenten Systemen und über verschiedene Kulturen hinweg. Dabei erzeugen wir disziplinären Fortschritt und liefern ein umfassendes Verständnis von Intelligenz. Als Maßnahme zur Schaffung permanenter Strukturen gründen wir ein neues Institut für SCIoI. Dieses Institut ermöglicht die Verstetigung der von SCIoI erschaffenen Infrastruktur, inklusive der Forschungslabore und dem damit verbundenen unterstützenden Personal. Wir werden Erkenntnisse aus SCIoI in die Lehre einbinden und Programme für Early-Career Researcher verstetigen. Wir werden unser globales Netzwerk zur Intelligenzforschung ausbauen, um SCIoI als neue wissenschaftliche Disziplin international weiter zu etablieren.
DFG-Verfahren
Exzellenzcluster (ExStra)
Antragstellende Institution
Technische Universität Berlin
Mitantragstellende Institution
Humboldt-Universität zu Berlin
Beteiligte Institution
Charité - Universitätsmedizin Berlin; Freie Universität Berlin; Max-Planck-Institut für Bildungsforschung; Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie (MPI EVA); Universität Leipzig; Universität Potsdam
Sprecherinnen / Sprecher
Professor Dr. Marcel Brass; Professor Dr. Oliver Brock; Professorin Dr. Katja Liebal
beteiligte Wissenschaftlerinnen / beteiligte Wissenschaftler
Professorin Dr. Rasha Abdel Rahman; Professor Dr.-Ing. Alan Akbik; Professorin Dr. Beryl Eusemann; Professor Dr. Guillermo Gallego; Professorin Dr. Verena V. Hafner; Nina Hanning, Ph.D.; Professor Dr. Daniel Haun; Professor Dr. John Dylan Haynes; Professor Dr. Ralph Hertwig; Professor Dr. Jens Krause, Ph.D.; Ralf Kurvers, Ph.D.; Professorin Dr. Rebecca Lazarides; Professor Dr. Lars Lewejohann; Professorin Dr. Linda Onnasch; Professor Dr. Martin Rolfs; Dr. Pawel Romanczuk; Professor Dr. Henning Sprekeler; Professorin Dr. Christa Thöne-Reineke; Professor Dr. Marc Toussaint; Professorin Dr. Eva Wiese
