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EXC 2030: Kölner Exzellenzcluster zur Erforschung des Alterns und altersassoziierter Erkrankungen
Fachliche Zuordnung
Grundlagen der Biologie und Medizin
Förderung
Förderung seit 2019
Webseite
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Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 390661388
Die Zahl der älteren Menschen nimmt weltweit stetig zu. Der Alterungsprozess ist der Hauptrisikofaktor für Diabetes, Herz- und Nierenerkrankungen, neurodegenerative Erkrankungen und Hautkrankheiten. Dieser dramatische demografische Wandel stellt die Gesellschaften vor enorme gesundheitliche und sozioökonomische Herausforderungen. Die bahnbrechende Entdeckung, dass die Veränderung konservierter Signalwege die Lebens- und Gesundheitsspanne verlängert, bildete 2007 die wissenschaftliche Grundlage für den Kölner Exzellenzcluster CECAD. CECAD hat es sich zur Aufgabe gesetzt, die dem Alterungsprozess zugrunde liegenden molekularen und zellulären Mechanismen als potenzielle neue Angriffspunkte für die Prävention, Diagnose und Behandlung altersbedingter Krankheiten zu definieren. Seitdem hat sich CECAD zum größten europäischen Zentrum für Alternsforschung entwickelt, das Forscher und Kliniker der Universität und Uniklinik Köln, der Max-Planck-Institute für Biologie des Alterns und Stoffwechselforschung sowie des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen vereint und ihnen Zugang zu einer Vielzahl von Modellsystemen und einer hochmodernen technischen und translationalen Infrastruktur bietet. CECAD definierte zunächst die zellautonomen Mechanismen, die dem Altern und altersassoziierten Krankheiten zugrunde liegen. In der aktuellen Förderperiode wurde die Forschung erweitert, um die Schlüsselmechanismen der inter-Organ Kommunikation und der Interaktion des Organismus mit der Umwelt aufzudecken. Diese Entdeckungen erlaubten bereits die Umsetzung in die Behandlung altersbedingter Krankheiten. In der nächsten Förderperiode wird CECAD erforschen, warum Individuen spezifische Alterungsverläufe und Krankheitsrisiken aufweisen und wie Umwelt, Geschlecht und genetische Veranlagung die Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Alterungsmechanismen beeinflussen, die den individuellen Alterungsverlauf bestimmen. CECAD hat hier drei neue Forschungsbereiche (RAs) definiert: RA-1: Molekulare, zelluläre und gewebeübergreifende Netzwerke bei der organismischen Alterung; RA-2: Protektive und destruktive Stresssignale bei der Alterung und altersbedingten Krankheiten; RA-3: Umweltfaktoren, sexueller Dimorphismus und Transgenerationseffekte im Alterungsprozess. CECAD wird eine neue interdisziplinäre Postdoc-Akademie und ein neuartiges Synergieprogramm etablieren, um übergreifende Ziele der drei RAs zu erreichen. Daneben wird CECAD seine sehr erfolgreichen Forschungsplattformen (RP) strategisch weiterentwickeln, um Technologien auszubauen (RP-A), translationale Aktivitäten zu verstärken (RP-B), die besten zukünftigen Alternsforscher in einem internationalen und integrativen Umfeld auszubilden (RP-C), seine Forschungsaktivitäten zu kommunizieren (RP-D) und sein Forschungsdatenmanagement zu stärken (RP-E). Damit ist CECAD ideal positioniert, um neue Erkenntnisse aus seinem bahnbrechenden Forschungsprogramm in Lösungen zur Förderung des gesunden Alterns umzusetzen.
DFG-Verfahren
Exzellenzcluster (ExStra)
Antragstellende Institution
Universität zu Köln
Beteiligte Institution
Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE); Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns; Max-Planck-Institut für Stoffwechselforschung
Sprecher
Professor Dr. Thomas Benzing; Professor Dr. Thorsten Hoppe, Ph.D.; Professor Dr. Björn Schumacher, seit 1/2026
beteiligte Wissenschaftlerinnen / beteiligte Wissenschaftler
Professor Dr. Adam Antebi; Professor Dr. Andreas Beyer; Professorin Dr. Katarzyna Bozek; Professor Dr. Jens Claus Brüning; Professorin Dr. Sabine Eming; Professor Dr. Christian Frezza; Professor Filipe Jose Gomes Cabreiro, Ph.D.; Professor Jan Hoeijmakers, Ph.D.; Professor Dr. Frank Jessen; Professorin Dr. Natalia Kononenko; Professorin Dr. Tatiana Korotkova; Professor Dr. Thomas Langer; Dr. Orsolya Leidecker; Professor Dr. Manolis Pasparakis; Dr. Jane Reznick; Professorin Dr. Elena Irene Rugarli; Professorin Dr. Anne Schaefer; Professorin Dr. Aleksandra Trifunovic; Professorin Dr. Mirka Uhlirova; Professor Dr. David Vilchez; Gabriele Zaffagnini, Ph.D.
