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EXC 2033:  RESOLV (Ruhr Explores Solvation) - Verständnis und Design lösungsmittelabhängiger Prozesse

Fachliche Zuordnung Physikalische Chemie
Chemische Festkörper- und Oberflächenforschung
Molekülchemie
Theoretische Chemie
Verfahrenstechnik, Technische Chemie
Förderung Förderung seit 2019
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 390677874
 
Solvation Science wurde von RESOLV als interdisziplinäres Forschungsgebiet neu etabliert. In unserem vereinheitlichten Ansatz werden Lösungsmittel nicht mehr nur als bloße Zaungäste, sondern als entscheidende Gestalter chemischer Prozesse angesehen. RESOLV entwickelt innovative Techniken und Methoden, um lösungsmittelgesteuerte Prozesse zu verstehen und zu kontrollieren. Solvation Science ist eine wesentliche Grundlage zur Bewältigung drängender wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Herausforderungen, wie z.B. der Transformation der Produktion von Grundchemikalien weg von fossilen hin zu nachhaltigen Kohlenstoff- und Energiequellen. RESOLV wird die Entwicklung des Gebietes weiter vorantreiben, indem wir (i) die Rolle des Lösungsmittels in Ladungs- und Elektronentransfer, (ii) das Lösungsmitteldesign für chemische Prozesse sowie (iii) die Entwicklung von Lösungsmitteln für Produktdesign in den Mittelpunkt stellen. Solvation Science wird zur Elektrifizierung der Chemie durch Elektrosynthese und molekulare Energiewandler beitragen. Die Integration von Laborautomatisierung und KI-gestützten Technologien in unserem neuen SusChem Transfer Center mit unserer Expertise in Synthese, Spektroskopie, Simulation und Ingenieurwesen wird zu Sprunginnovationen bei der Prozessoptimierung und im Produktdesign führen. RESOLV wird Konzepte für das Design von Lösungsmittelsystemen entwickeln, um die Effizienz chemischer Reaktionen zu maximieren und gleichzeitig den ökologischen Fußabdruck zu minimieren. Die Löslichkeit und Bioverfügbarkeit von Wirkstoffen gehören zu den wichtigsten Qualitätsmerkmalen für ihre Anwendung in Life-Science-Produkten. Hierfür wird RESOLV maßgeschneiderte Lösungsmittelsysteme, sogenannte Formulierungen, entwerfen. Um diese ehrgeizigen Ziele zu verwirklichen, arbeiten in RESOLV herausragende Forschende dreier Universitäten und dreier Max-Planck-Institute disziplinübergreifend eng zusammen. Der Aufbau neuartiger experimenteller Infrastruktur und die Kombination modernster Experimente mit physikalischen und datengestützten Berechnungsmethoden versetzt RESOLV in die Lage, grundlegende wissenschaftliche Fragestellungen zu beantworten. RESOLV fördert aktiv den Transfer akademischer Forschung in die industrielle Anwendung. Innovationen werden so schneller in effizientere und nachhaltigere Prozesse und Produkte überführt. RESOLV wird dauerhafte institutionelle Veränderungen bewirken indem wir (i) neue Core Facilities aufbauen, (ii) zusätzliche Professuren und gemeinsame Max-Planck/RESOLV-Nachwuchsgruppen einrichten, (iii) ein international sichtbares Graduiertenprogramm in Solvation Science anbieten, (iv) individuelle Karrieren unseres wissenschaftlichen Nachwuchses fördern, z. B. durch Einbettung in unsere internationalen Netzwerke, Vermittlung von Industriepraktika und die Förderung unternehmerischen Denkens, sowie (v) ein offenes und integratives Umfeld schaffen, in dem individuelle Unterschiede wertgeschätzt und respektiert werden.
DFG-Verfahren Exzellenzcluster (ExStra)
Antragstellende Institution Ruhr-Universität Bochum
Mitantragstellende Institution Technische Universität Dortmund
 
 

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