Detailseite
Projekt Druckansicht

EXC 2077:  Der Ozeanboden – unerforschte Schnittstelle der Erde

Fachliche Zuordnung Atmosphären-, Meeres- und Klimaforschung
Geologie und Paläontologie
Mineralogie, Petrologie und Geochemie
Pflanzenwissenschaften
Förderung Förderung seit 2019
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 390741603
 
Der Meeresboden ist die größte Schnittstelle im Erdsystem, an der physiobiogeochemische Prozesse Stoffkreisläufe und Klimadynamik bestimmen. Der Cluster erzielt neues Prozessverständnis der Rolle des Ozeans im globalen Haushalt von Energie, Kohlenstoff und anderen Elementen sowie deren dynamischen Änderungen unter Erderwärmung. In Phase I erzielten wir signifikante Fortschritte im Verständnis der biologischen Kohlenstoffpumpe, der Stoffflüsse und ihrer Kopplung am Meeresboden, der Entwicklung des Klimazustands der Erde, und der Klimaabhängigkeit mariner Biodiversität. Unbekannte Funktionen mariner Lebensformen und ihrer Netzwerke erfordern erweiterte Ansätze zur Kopplung von abiotischen und biologischen Prozessen im Ozean und Klima. Unsere einzigartige Kapazität in der Meeresforschung erlaubt Grundlagen für das Co-Management von Kohlenstoff und Biodiversität als einer zentralen gesellschaftlichen Herausforderung für eine nachhaltige Zukunft zu etablieren. Um die Prozesse zu verstehen, die die Eigenschaften und Flüsse biogener Partikel auf ihrem Weg zum Meeresboden verändern (Objective O1), erforschen wir, wie die Zusammenhänge zwischen der chemischen Zusammensetzung und biologischen Prozessen die biologische Kohlenstoffpumpe verändern. Neue Erkenntnisse über laterale Transporte erlauben, Flüsse von Kohlenstoff und anderen Elementen zum und am Ozeanboden unter aktuellen und vergangenen Zuständen des Erdsystems zu quantifizieren (O2). Durch Analysen von Umweltbedingungen über räumliche und zeitliche Gradienten identifizieren wir Kopplungen zwischen Biodiversität und Biogeochemie (O3). Durch die umfassende Entschlüsselung der Umwelt- und Biodiversitätssignale aus aktuellen und vergangenen warmen Klimabedingungen entwickeln wir Szenarien für eine wärmere Welt (O4). In drei interdisziplinären Forschungsbereichen beschäftigt sich RECEIVER mit pelagischen Prozessen, die den Meeresboden beeinflussen, REACTOR mit Prozessen am Meeresboden und RECORDER mit dem Meeresboden als Archiv der Erdgeschichte. Diese Bereiche werden durch die Weiterentwicklung von Unterwassertechnologien sowie hochempfindlichen chemischen und biologischen Analysen und Erdsystemmodellen unterstützt (O5). Ein neuer SYNTHESIS HUB lädt (inter)nationale Forschende ein, mit uns die Integration von Daten und Modellergebnissen umzusetzen, die für die Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Politik benötigt werden (O6). Wir schöpfen das gesamte Forschungspotenzial der Partner aus, um uns gemeinsam als international anerkannte marine Exzellenzregion weiterzuentwickeln (O7). Gleichzeitig etablieren wir neue Strukturen, um die Umsetzung von Vielfalt, Gleichberechtigung, Inklusion und Zugehörigkeit (O8) sowie die Ausbildung und das Engagement herausragender Forschender bei den Partnern in der Region (O9) voranzutreiben.
DFG-Verfahren Exzellenzcluster (ExStra)
Antragstellende Institution Universität Bremen
Mitantragstellende Institution Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
 
 

Zusatzinformationen

Textvergrößerung und Kontrastanpassung