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EXC 2151: ImmunoSensation3 - das Immunsensorische System: von Immundiversität zu Präzisionsmedizin
Fachliche Zuordnung
Mikrobiologie, Virologie und Immunologie
Grundlagen der Biologie und Medizin
Medizin
Grundlagen der Biologie und Medizin
Medizin
Förderung
Förderung seit 2019
Webseite
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Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 390873048
Immunologie ist von grundlegender Bedeutung für die Gesundheit des Menschen und damit ein herausragend wichtiges Thema für die Gesellschaft. ImmunoSensation hat sich zu einem führenden Zentrum für Immunologie entwickelt und steht in engem Austausch mit anderen internationalen Institutionen. Mit seinem innovativen wissenschaftlichen Konzept hat ImmunoSensation zahlreiche neue Erkenntnisse, insbesondere auf dem Gebiet der Angeborenen Immunität, beigetragen, und den Begriff immune sensing als anerkanntes Paradigma in der Immunologie geprägt. Seinem wissenschaftlichen Kernkonzept folgend konzentriert sich ImmunoSensation3 nun auf eine der wichtigsten aktuellen Herausforderungen in der Immunologie: dem Verständnis der Immundiversität des Menschen. In diesem neuen Konzept wird die Immundiversität als eines der grundlegenden Merkmale der menschlichen Immunabwehr gegen Infektionen auf der Ebene der Gesamtbevölkerung gesehen, mit wichtigen Konsequenzen für die Gesundheit des Einzelnen. Immundiversität kommt durch eine Kombination aus genetischen Unterschieden und einer Vielzahl von aktiven und passiven Umgebungsfaktoren wie Ernährung, körperlicher Aktivität, Infektionen und Umweltgiften zustande. Diese Einflüsse bilden sich auf molekularer, zellulärer und systemischer Ebene des Körpers ab und bewirken in ihrer Gesamtheit in jedem Individuum eine bestimmte Immunkonstellation, die wir als Immuntyp bezeichnen, und die wir über modernste Techniken der Immuntypisierung (Immunotyping) messen können. Die Mechanismen, die zu diesen diversen Immuntypen führen, werden in experimentellen Modellen des Immunsystems im Detail untersucht, um ein besseres Verständnis der Netzwerkregulation zu gewinnen. Auf der Basis dieses Wissens werden dann diverse Immuntypen in der Allgemeinbevölkerung oder bei Patienten, bspw. im Blut, gemessen, und über maschinelles Lernen bestimmte charakteristische Muster identifiziert. Diese so definierten Immuntypen enthalten dann Informationen zu aktuellen Krankheitszuständen und zum Risikoprofil für mögliche künftige Erkrankungen, und können für die Entwicklung von neuen passgenauen präventiven und therapeutischen Ansätzen eingesetzt werden. Das Forschungsprogramm legt besonderen Wert auf die Entwicklung neuer zellbasierter immunkompetenter Modellsysteme für das humane Immunsystem, wodurch auch Tiermodelle reduziert werden. Zu den strukturellen Zielen des Clusters gehören die Einbindung von Vertretern von Patientengruppen, die Förderung von Vielfalt, Gleichberechtigung, Fairness und Inklusion auf allen Ebenen, sowie der transparente Austausch von Daten und Wissen. Die wissenschaftlichen und translationalen Ziele von ImmunoSensation3 werden durch attraktive internationale Nachwuchsprogramme unterstützt. Mit den Erfolgen der letzten Jahre und der innovativen konzeptionellen Entwicklung ist ImmunoSensation3 bestens positioniert, um unser Wissen über Immunologie zu erweitern, zum Nutzen und der Gesundheit aller Menschen auf dieser Welt.
DFG-Verfahren
Exzellenzcluster (ExStra)
Antragstellende Institution
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Beteiligte Institution
Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE)
Sprecherinnen / Sprecher
Professor Dr. Gunther Hartmann; Professor Dr. Andreas Schlitzer; Professorin Dr. Anja Schneider
beteiligte Wissenschaftlerinnen / beteiligte Wissenschaftler
Professorin Dr. Zeinab Abdullah; Dr. Anna Aschenbrenner; Professorin Dr. Eva Bartok; Professor Dr. Rayk Behrendt; Professor Dr. Kaan Boztug; Professorin Dr. Monique M. B. Breteler, Ph.D.; Professor Dr. Matthias Geyer; Professor Dr.-Ing. Jan Hasenauer; Professor Dr. Michael Hölzel; Professor Dr. Hiroki Kato; Professor Dr. Christian Kurts; Professorin Dr. Kerstin Ludwig; Professorin Dr. Elvira Mass; Professor Dr. Felix Meissner; Professor Dr. Mihai G. Netea; Professorin Dr. Anne-Katrin Pröbstel; Professorin Dr. Carmen Ruiz de Almodóvar Egea; Professor Dr. Florian Ingo Schmidt; Professor Dr. Joachim L. Schultze; Professorin Dr. Roxane Tussiwand, Ph.D.; Professorin Dr. Dagmar Wachten; Professor Christoph Wilhelm, Ph.D.
