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Doing Debt. Praxeology of sovereign debt in the long 20th century

Subject Area Modern and Contemporary History
Term from 2017 to 2024
Project identifier Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Project number 391125689
 
Final Report Year 2024

Final Report Abstract

Das wissenschaftliche Netzwerk „Schulden machen. Praxeologie der Staatsverschuldung im langen 20. Jahrhundert“ widmete sich der Praxis der Staatsverschuldung in historischer Perspektive. Es rückte die konkreten Verfahrensweisen, die situativen Entscheidungen und die Akteursbeziehungen im Bereich der Schuldenpolitik im langen 20. Jahrhundert in den Fokus und fragte insbesondere nach deren Bedeutung für die Aushandlung der sich wandelnden Grenzen zwischen „Staat“ und „Markt“. Damit erweiterte es die bisherige, stark ökonomisch und nicht selten deterministisch geführte Forschungsdebatte zur Staatsverschuldung um Erkenntnisse zu historisch spezifischen Zusammenhängen zwischen finanzwirtschaftlichem Handeln, sozialem Wissen und ökonomischen Effekten. Insbesondere wurde der Fokus auf konkrete, oft nur begrenzt sichtbare, aber wirkmächtige Praktiken der Staatsverschuldung gelegt, die in ihrer Entstehung und in ihrem historischen Wandel bisher kaum erforscht wurden. Durch die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit konnte vorhandenes Wissen aus verschiedenen Fachgebieten aufgegriffen und in einen praxishistorischen Zugriff auf die Geschichte der Staatsverschuldung im langen 20. Jahrhundert eingebracht werden. Die Aktivitäten des Netzwerks wurden im Projektverlauf im wissenschaftlichen Umfeld sichtbar gemacht und medial vermittelt; die Aufmerksamkeit für den Forschungsgegenstand war kontinuierlich hoch, zumal dieser Relevanz für gegenwärtige politische Debatten besaß (und besitzt) und das Netzwerk einschlägig forschende Wissenschaftler:innen aus unterschiedlichen Disziplinen verband. Projektergebnisse konnten in verschiedenen Interview- und Podcastformaten (u.a. Deutschlandfunk, ARD/Bayern 2, Körber-Stiftung) vermittelt werden und flossen in ein Webinar ein, das für den finanzwissenschaftlichen Think Tank „Dezernat Zukunft“ entwickelt wurde. Die Antragstellerin sowie weitere Beteiligte des Projekts hielten regelmäßig Vorträge zum Vorhaben des Netzwerks sowie zu ihren individuellen Forschungsthemen, organisierten auch jenseits des Netzwerks Panels und vernetzten sich über die Projektworkshops gezielt mit Fachkolleg:innen und einer breiteren, fachlich interessierten Öffentlichkeit (z.B. Deutsche Finanzagentur).

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