Detailseite
Projekt Druckansicht

Analysen zur Kommunikation und zum Einsatz von Devisenmarktinterventionen

Fachliche Zuordnung Wirtschaftspolitik, Angewandte Volkswirtschaftslehre
Förderung Förderung von 2018 bis 2024
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 392574671
 
Erstellungsjahr 2025

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Devisenmarktinterventionen (DMI), d.h. Käufe und Verkäufe von fremder Währung durch die Zentralbank, sind ein weit verbreitetes wirtschaftspolitisches Instrument, besonders in Schwellenländern, um den eigenen Wechselkurs zu beeinflussen. Der Wechselkurs ist ein zentraler Preis in offenen Volkswirtschaften, dessen Veränderung Exporte erleichtern kann, ggf. Kapitalströme anzieht oder das inländische Preisniveau verteuert. Prinzipiell kann er durch DMI beeinflusst werden, aber die Devisenmärkte sind groß und es kann auch zu gegenläufigen privaten Transaktionen kommen. Unsere Untersuchungen zeigen, dass DMI in den betrachteten Fällen den Wechselkurs so weit beeinflussen können, dass dies auch die Realwirtschaft berührt. Induzierte Abwertungen führen über erleichterte Exporte zu mehr Output. Diese Wirkung von DMI ist vergleichbar zur Wirkung von geldpolitischen Impulsen. Wir zeigen ferner, wie DMI durch institutionelle Entscheidungen vorbereitet werden, in welchen thematischen Umfeldern sie stattfinden, dass sie meist positiv mit weiteren Instrumenten außenwirtschaftlicher Kontrolle (wie Kapitalverkehrskontrollen) korreliert sind und dass DMI die Risikoprämien auf Devisenmärkten beeinflussen.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

Zusatzinformationen

Textvergrößerung und Kontrastanpassung