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Wechselbeziehungen zwischen Biodiversität der Landpflanzen und Klima über 10 Millionen Jahre im frühen Paläogen des Helmstedter Braunkohlenreviers

Fachliche Zuordnung Geologie
Förderung Förderung von 2017 bis 2024
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 394329649
 
Erstellungsjahr 2024

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Die mehr als 200 m mächtige und nahezu kontinuierliche paläogene Abfolge im ehemaligen Braunkohlenrevier von Helmstedt (Niedersachsen, Deutschland) wurde am südlichen Rand der Proto-Nordsee in einem ästuarinen Milieu abgelagert. Sie umfasst die spätpaläozäne bis untereozäne Schöningen-Formation und die mitteleozäne Helmstedt-Formation mit etwa 13 Braunkohlenflözen von bis zu 15 m Mächtigkeit. Die Abfolge umfasst die gesamte Treibhausphase des Paläogens vom jüngsten Paläozän bis zum mittleren Eozän und enthält somit das Early Eocene Cimatic Optimum (EECO) und dessen stetigen, aber langsamen Rückgang, den Übergang zum Middle Eocene Climatic Optimum (MECO) sowie einige kurzfristige Wärmeereignisse wie beispielsweise das Paläozän/Eozän-Temperaturmaximum (PETM). Aufgrund der Wechselwirkung zwischen Änderungen des Meeresspiegels, Salzabwanderung im Untergrund und klimabedingten Änderungen des Zuflusses aus dem Hinterland war das Gebiet häufigen Wechseln zwischen marinen und terrestrischen Bedingungen, einschließlich Torfbildung, ausgesetzt. Die Sedimente bieten eine einzigartige Gelegenheit, sowohl die kurz- als auch die langfristigen Wechselwirkungen zwischen der Zusammensetzung sowie der pflanzlichen Diversität eines paratropischen Regenwaldes und dem Klima für einen Zeitraum von 10 Millionen während der letzten natürlichen Treibhausphase zu untersuchen, indem Pollen und Sporen als Proxies verwendet und moderne multivariate und Biodiversitätsstatistiken auf ein außergewöhnliches und gut beprobtes Profil angewendet werden.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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