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Robuste Rekonstruktion für drahtlose Body Area Sensor Netzwerke (RoReyBaN)

Fachliche Zuordnung Elektronische Halbleiter, Bauelemente und Schaltungen, Integrierte Systeme, Sensorik, Theoretische Elektrotechnik
Sicherheit und Verlässlichkeit, Betriebs-, Kommunikations- und verteilte Systeme
Förderung Förderung von 2018 bis 2025
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 399332937
 
Erstellungsjahr 2024

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Die alternde Bevölkerung erfordert neue und innovative Ansätze zur Überwachung und Kontrolle des medizinischen und physischen Zustands in Wohn- und Rehabilitationsumgebungen. Eines der wichtigsten medizinischen Geräte für diesen Zweck ist das Elktrokardiogramm (EKG), das die Herzaktivität an der Körperoberfläche misst. Die Verwendung von EKG-Messungen außerhalb kontrollierter klinischer Umgebungen wird jedoch häufig durch Bewegungsartefakte aufgrund der Bewegungsfreiheit beeinträchtigt. In diesem Projekt werden Bewegungsartefakte in ECG genau untersucht. Wir untersuchen die spektralen Eigenschaften von Bewegungsartefakten für eine Reihe von verschiedenen Bewegungen, die alltägliche Aktivitäten repräsentieren. Außerdem untersuchen wir, inwieweit Referenzbewegungssensoren (Beschleunigungsmesser, Gyroskop und Haut-Elektroden-Impedanz) in der Lage sind, die aufgezeichneten Bewegungsartefakte zu charakterisieren und aus den Messungen zu entfernen. Unsere Ergebnisse zeigen, dass Bewegungsartefakte ihre Eigenschaften bei einer Änderung der Bewegung deutlich verändern. Während sich Bewegungen mit geringer Intensität in niedrigeren Frequenzbändern manifestieren, provozieren Übungen mit höherer Intensität Bewegungsartefakte, die in ihrer Zusammensetzung viel komplexer sind. Diese Eigenschaften spiegeln sich entsprechend in der Korrelation zwischen Referenzsensoren und Artefakten wider. Um Bewegungsartefakte in mobilen Messungen zu charakterisieren und zu entfernen, verwenden wir kanonische polyadische Zerlegung (KPD) zusammen mit Messungen, die von verschiedenen Referenzsensoren stammen. Mit Hilfe der Wavelet-Transformation werden EKG und die Referenzdaten vom Vektor- in das Matrixformat umgewandelt. Anschließend wird durch Kombination der heterogenen Messungen ein 3D-Tensor erstellt. Wir schlagen eine Methode zur Vorhersage des Rangs der Zerlegung auf der Grundlage statistischer Merkmale in den EKG-Signalen vor, die die Signalqualität quantifizieren. Um die Leistung des Zerlegungsprozesses zu bewerten, kombinieren wir isolierte Bewegungsartefakte, die auf dem Rücken aufgenommen wurden, mit EKG-Signalen, die in Ruhe erhalten wurden, um künstlich verfälschte Daten zu erzeugen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die KPD für alle betrachteten Referenzsensoren erfolgreich Bewegungsartefakte aus den Daten entfernt. Für die statistische Modellierung von Artefakten in EKG-Daten ist die gemeinsame Verteilung der zugrunde liegenden stochastischen Prozesse von großer Bedeutung. Bei der Untersuchung verschiedener Copulae zur Modellierung von Abhängigkeiten in EKG-Daten fanden wir die Möglichkeit, diese Methoden und Werkzeuge auf das drahtlose Sensornetz selbst anzuwenden. Dies zeigt, dass interdisziplinäre Forschung zu neuen Ansätzen führen kann. In der Tat zeigt sich, dass die Modellierung von Abhängigkeiten die Entwicklung zuverlässiger drahtloser Systeme ermöglicht. Auf der Grundlage der Messungen von Randverteilungen ist es möglich, Worst-Case- und Best-Gase-Leistungsgrenzen abzuleiten. Im Rahmen dieses Projekts haben wir die Konzepte der Abhängigkeitsmodellierung auf die drahtlose Kommunikation übertragen und neue Grenzen für Mehrantennen- und Mehrbenutzersysteme abgeleitet.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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