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How acute stress modulates hemispheric asymmetries: Investigating the role of endocrinological and affective parameters

Subject Area Biological Psychology and Cognitive Neuroscience
Term from 2018 to 2022
Project identifier Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Project number 400672603
 
Final Report Year 2022

Final Report Abstract

Ziel des Projektes war es, die Auswirkungen von akutem Stress auf funktionelle hemisphärische Asymmetrien, also Links-Rechts-Unterschiede im Verhalten und im Gehirn, zu untersuchen. Akuter Stress beeinflusst die Funktion des Gehirns über zwei Pfade, einen schnellen Pfad über das sympathische Nervensystem und einen langsameren Pfad über die HPA-Achse, in dem Cortisol das wichtigste Stresshormon ist. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass akuter Stress vor allem kurzfristig funktionelle hemisphärische Asymmetrien moduliert. Dabei wurde frontal linkshemisphärische Aktivität erhöht, aber okzipital linkshemisphärische Aktivität reduziert. Deutliche Effekte auf zeitlich dem Stressor nachgeordnete Tests zur Erfassung von Asymmetrien wurden nicht gefunden. Auch ein direkter Effekt der Gabe von Cortisol wurde nicht gefunden, es zeigte sich aber ein Zusammenhang zwischen Alpha-Amylase (einem Marker katecholaminerger Aktivität im Zusammenhang mit Stress) und der Integration von neuronaler Information über das Corpus Callosum. Dies deutet daraufhin, dass nicht Cortisol der treibende Einfluss für den Zusammenhang zwischen Stress und hemisphärischen Asymmetrien ist, sondern möglicherweise Katecholamine wie Noradrenalin. Überraschend waren die eher geringen Effekte von Cortisol auf hemisphärische Asymmetrien. Dies widersprach den theoretischen Modellen, die im Antrag skizziert wurden. Dies war aber trotzdem ein wichtiger wissenschaftlicher Fortschritt, da es zur Neuformulierung der theoretischen Modelle und Folgeuntersuchungen auf Basis dieser Neuausrichtung führen wird.

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