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Was wir (noch nicht) über Online-Preisgestaltung wissen: Evidenz aus E-Commerce im Lebensmittelsektor

Antragstellerin Dr. Svetlana Fedoseeva
Fachliche Zuordnung Agrarökonomie, Agrarpolitik, Agrarsoziologie
Förderung Förderung von 2018 bis 2023
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 403102557
 
Erstellungsjahr 2024

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Die Digitalisierung ist ein unvermeidliches Merkmal einer sich rasch entwickelnden globalisierten Welt. Sie hat bereits zu tiefgreifenden Veränderungen in unserem täglichen Leben geführt, einschließlich des Einkaufserlebnisses und des traditionellen Einzelhandels, wo ein beträchtlicher Teil der Elektronik-, Medien- und Freizeitprodukte online gekauft und verkauft wird. Dieses Projekt zielt darauf ab, die Preisbildung und Preisentwicklung auf Online-Lebensmittelmärkten zu beleuchten, die aufgrund der langsameren und späteren Digitalisierung in der empirischen Literatur wenig Beachtung gefunden haben. Während die Online-Händler 2018 noch begannen in den Lebensmitteleinzelhandel einzutreten, dominierten Ende 2023 große Technologieplattformen die Online-Lebensmittelmärkte auf beiden Seiten des Atlantiks und konkurrierten mit dem traditionellen Lebensmitteleinzelhandel um Marktanteile. Die Nutzung digitaler Kanäle, um Kunden zu erreichen und an sich zu binden, ist zu einer Frage der Wettbewerbsfähigkeit für traditionelle Einzelhändler geworden, die sich die Digitalisierung zunehmend zu eigen gemacht und sich zu Multichannel-Anbietern entwickelt haben. Dieser Wettbewerb hat in Verbindung mit sinkenden Suchkosten für Verbraucher und sinkenden Preisanpassungskosten für Online-Händler zu einer Transformation des traditionellen Einzelhandels geführt und eine neue dynamische Beziehung zwischen Online- und Offline-Einzelhändlern im Lebensmittel- und Getränkemarkt, der im Mittelpunkt meiner Forschung steht, geschaffen. In diesem Projekt werden theoretische Vorhersagen über den Zusammenhang zwischen Marktdigitalisierung und Preisniveaus und -entwicklungen untersucht, bestehende Evidenz hauptsächlich für Non-Food-Märkte analysiert und eine groß angelegte Preisdatenerhebung für deutsche Online-Lebensmittelhändler durchgeführt, bevor Preisrigidität, kanalübergreifende und kanalinterne Preisheterogenität und -streuung sowie die Auswirkungen exogener Schocks und die daraus resultierenden politischen Reaktionen auf die Preise im Lebensmitteleinzelhandel empirisch untersucht werden.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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