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Effizientes Planen mit zustandsabhängigen Aktionskosten

Antragsteller Dr. Robert Mattmüller
Fachliche Zuordnung Bild- und Sprachverarbeitung, Computergraphik und Visualisierung, Human Computer Interaction, Ubiquitous und Wearable Computing
Förderung Förderung von 2018 bis 2022
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 405834399
 
Erstellungsjahr 2022

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Planung ist die Kunst und Praxis des Denkens vor dem Handeln und ist ein zentrales Gebiet in der Künstlichen Intelligenz. Bei der klassischen Planung besteht das Ziel darin, einen Handlungsablauf zu finden, der es einem intelligenten Agenten ermöglicht, aus jeder Situation, in der er sich befindet, in eine Situation zu gelangen, die seine Ziele erfüllt. Während in der probabilistischen Planung und anderen Planungsformalismen eine prägnante Kodierung von Handlungskosten oder Belohnungen seit langem Standard ist, ist es in der klassischen Planung üblich, eine potentiell exponentiell größere Repräsentation mit fixen Handlungskosten zu betrachten. Mit dem von der DFG geförderten Projekt EPSDAC wollten wir diese Lücke schließen, indem wir die Planung mit zustandsabhängigen Kosten untersuchten und effiziente Methoden zur Generierung von Handlungsplänen unter Berücksichtigung solcher Handlungskostenfunktionen entwickeln. Im Laufe des Projekts haben wir eine umfassende Klassifikation der Kompilierbarkeit und Nicht-Kompilierbarkeit von zustandsabhängigen Handlungskosten für Kombinationen von Handlungskostenfunktionen und möglichen Kostenmaßen für die Kompilationen aufgestellt und gezeigt, dass es hilfreich oder sogar notwendig sein kann, diese nicht wegzukompilieren, sondern im Modell zu belassen und nativ in Algorithmen zu unterstützen. Unter Berücksichtigung dieses theoretischen Ergebnisses haben wir untersucht, wann und wie komplexe Handlungskostenfunktionen auftreten können, mit dem Ergebnis, dass abgeleitete Prädikate in der Praxis oft solche komplexen Kostenfunktionen verursachen. Darüber hinaus haben wir empirisch untersucht, welche Auswirkungen die Berücksichtigung bzw. Nichtberücksichtigung zustandsabhängiger Handlungskosten hat, mit dem Ergebnis, dass die Lösungsqualität stark von der Domäne abhängt. Unter Berücksichtigung der zustandsabhängigen Kosten haben wir eine teilmengengesättigte Transitionskostenpartitionierung eingeführt, bei der die Kosten direkt den Transitionen zugeordnet werden und somit zustandsabhängig sind. Die daraus resultierenden Heuristiken sind empirisch informativer als andere kostenpartitionierte Heuristiken. Schließlich haben wir die symbolische Suche auf der Basis von Entscheidungsdiagrammen als State-of-the-Art-Technik für die Planung mit zustandsabhängigen Handlungskosten entwickelt und etabliert. Das Projekt war ein durchschlagender Erfolg in Bezug auf die wissenschaftlichen Ergebnisse: 13 von Experten begutachtete Veröffentlichungen auf hochrangigen internationalen Konferenzen, 4 von Experten begutachtete Workshop-Publikationen und 3 angemeldete Patente, die aus der Arbeit an den Projektthemen resultieren.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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