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Mikrovisualisierungen für die ubiquitäre und mobile Datenexploration

Fachliche Zuordnung Bild- und Sprachverarbeitung, Computergraphik und Visualisierung, Human Computer Interaction, Ubiquitous und Wearable Computing
Förderung Förderung von 2018 bis 2023
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 406859983
 
Erstellungsjahr 2024

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Das Thema dieses Projekts war die Untersuchung von kleinen Visualisierungen - Mikrovisualisierungen genannt - die notwendig sind, um Daten auf kleinen Wearable-Displays anzuzeigen. Tragbare und persönliche Geräte wie Fitnessarmbänder, GPS-Tracker, Smartwatches oder Mobiltelefone haben kleine Displays, die Daten wie Schrittzahl, Herzfrequenz und andere gesundheitsbezogene Infor­ mationen aufzeichnen können. Oft werden die Daten in Form von Visualisierungen angezeigt, die an die kleine Displaygröße angepasst werden müssen. Besitzer*innen einer Smartwatch haben wahrscheinlich schon einmal eine kleine Grafik gesehen, die den Fortschritt Ihrer Schritte mit einem bestimmten Ziel anzeigt. Wir betrachten kleine Visualisierungen wie diese unter dem Begriff "Mikrovisualisierungen" und arbeiten an einem besseren Verständnis der Komplexität, die mit dem Entwurf und der Verwendung von Mikrovisualisierungen verbunden ist. Unsere Arbeit wurde durch den potenziellen Nutzen von Visualisierungen auf kleinen mobilen Geräten wie Fitnessarmbändern und Smartwatches motiviert. Unser wissenschaftlicher Ansatz bestand in der Anwendung von verschiedenen Forschungsmethoden aus dem Bereich der Mensch-Computer-Interaktion. Konkret begannen wir mit Ideenfindungsübungen, um neue Designs für Mikrovisualisierungen zu entwickeln. Wir koppelten die Ideenübungen mit systematischen Überprüfungen und Fragebögen zu bestehenden Designs für Smartwatch-Ziffernblätter, um unsere künftige Arbeit in der bestehenden Praxis zu verankern und um herauszufinden, an welcher Art von Daten die Träger*innen von Smartwatches interessiert sind. Schließlich führten wir kontrollierte Experimente mit Menschen durch, bei denen wir verschiedene Arten von Designs zeigten und herausfanden, wie gut die Menschen die auf den Smartwatches angezeigten Daten lesen konnten. Weiterhin haben wir Mikrovisualisierungen getestet, die unter realen Bedingungen, z.B. beim Sport oder beim Laufen, genutzt werden. Wir haben dabei herausgefunden, dass es viele ungenutzte Möglichkeiten für Mikrovisualisierungen auf Smartwatch­Ziffernblätter gibt. Die aktuellen Mikrovisualisierungen sind in Bezug auf die angezeigte Datenmenge oft einfach gestaltet, aber dies ist nicht unbedingt notwendig. In mehreren Studien haben wir festgestellt, dass Menschen auch mit visuell komplexeren Darstellungen ihrer Daten zurechtkommen und sogar Designs bevorzugen, die mehr Daten zeigen. Unsere Ergebnisse konnten wir an verschiedenen Gruppen von Menschen testen und haben nur kleine Unterschiede gefunden, wenn die Proband*innen z.B. ältere Menschen waren.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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