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BIM-basierte Informationsmodellierung zur semantischen Abbildung intelligenter Bauwerksmonitoringsysteme

Fachliche Zuordnung Konstruktiver Ingenieurbau, Bauinformatik und Baubetrieb
Förderung Förderung von 2018 bis 2022
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 409501498
 
Erstellungsjahr 2025

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Obwohl Bauwerksmonitoringsysteme im Zuge der Digitalisierung und der zunehmenden Vernetzung von Bauwerken immer wichtiger werden, fehlten bislang standardisierte, einheitliche Methoden zur strukturierten, technologieunabhängigen Beschreibung und Verwaltung der dabei anfallenden Informationen. Insbesondere existierten keine Ansätze, mit denen die Gesamtheit der Monitoring-relevanten Informationen – einschließlich dynamischer Aspekte (zeitabhängige Zustandsänderungen) – formal beschrieben und allen Beteiligten über den gesamten Lebenszyklus eines Bauwerks hinweg bereitgestellt werden kann. Ziel des Forschungsprojekts war deshalb die Entwicklung eines semantischen Modells, das Monitoring-relevante Informationen formal eindeutig und mathematisch korrekt digital abbilden kann. Eine ursprünglich vorgesehene weitergehende Integration der entwickelten Modelle in die Methodik des Building Information Modeling (BIM) – einschließlich der Entwicklung eines parametrischen BIM-Ansatzes zur umfassenden Modellierung intelligenter Bauwerksmonitoringsysteme – wurde von der Förderung ausgeschlossen. Auf Grundlage der Gutachterkommentare und der Entscheidung des Fachkollegiums wurde die Förderung stattdessen auf die methodische Grundlagenentwicklung und eine prototypische Validierung beschränkt. Das ursprünglich vorgeschlagene BIM-Mapping wurde nur soweit verfolgt, wie es zur ingenieurtechnischen Validierung des Konzepts erforderlich war. Die im Rahmen des geförderten Projekts erzielten, wesentlichen wissenschaftlichen Beiträge werden folgendermaßen zusammengefasst: (1.) Entwicklung eines semantischen Partialmodells für Sensornetze (Sensor Network Ontology, SNO) zur formalen Beschreibung von Sensorknoten, Netzwerktopologien, Sensorarten und deren eingebetteter Software, (2.) Entwicklung eines semantischen Gesamtmodells (Structural Health Monitoring Ontology, SHMO), das die SNO integriert und um Ontologien für Bauwerksgeometrien, Schäden, numerische Analysen und Gefährdungen ergänzt, (3.) mathematische Konsistenzprüfung des Gesamtmodells mittels Ontologie-Reasoner, (4.) Erweiterung des Modells um temporallogische Strukturen (Metric Temporal Logic, MTL) zur Beschreibung dynamischer, zeitabhängiger Prozesse, (5.) prototypische Validierung des Konzepts an einem realen Bauwerk durch Kopplung eines Sensornetzes mit den entwickelten semantischen Modellen und Integration der Monitoringdaten in ein digitales Modell. Als Ergebnis konnte ein formal konsistentes, ontologiebasiertes und temporallogisch erweitertes semantisches Modell für intelligente Bauwerksmonitoringsysteme entwickelt werden. Es ist gelungen, eine Grundlage bereitzustellen, um Monitoring-relevante Informationen einschließlich ihrer Dynamik technologieunabhängig und maschinenlesbar zu repräsentieren und damit einen entscheidenden Schritt zur Digitalisierung und Automatisierung des Bauwerksmonitorings leistet.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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