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Die Rolle von Peroxisomen in Algen mit komplexer subzellulärer Kompartimentierung

Antragsteller Professor Dr. Uwe Gallus Maier, seit 9/2020
Fachliche Zuordnung Zell- und Entwicklungsbiologie der Pflanzen
Pflanzenphysiologie
Förderung Förderung von 2018 bis 2022
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 409750538
 
Erstellungsjahr 2022

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Bis auf wenige Ausnahmen finden sich Peroxisomen in allen eukaryoten Zellen. Diese zeichnen sich besonders durch ihre Variabilität in ihren metabolischen Leistungen aus. Aufbauend auf unseren früheren Arbeiten konnten in der Förderperiode wichtige Beiträge zu methodischen Aspekten, dem Vorkommen von Peroxisom-spezifischen Protein-Transport Mechanismen sowie den metabolischen Leistungen der Peroxisomen einer Cryptomonade erarbeitet werden. Es war zwar bereits bekannt, dass peroxisomale Proteine der nicht-transformierbaren Cryptomonade Guillardia theta in der Modell-Diatomee Phaeodactylum triconutum exprimierbar sind. Durch den in der Förderperiode etablierten fluoreszierenden Marker mRuby-3 können nun einfach Ko-Lokalisation mikroskopisch dargestellt werden, was weitere Arbeiten sehr vereinfacht. Letzteres wurde in Experimenten mit Proteinen, deren Lokalisation nicht bestimmt war, sowie mit Targeting-Signalen gezeigt. Interessanterweise existieren i. d. R. zwei Transportwege um Matrixproteine vom Cytoplasma in die Matrix der Peroxisomen zu verlagern. Ein in der Förderperiode durchgeführter in silico Screen, für den genomische Datenbanken von Chromalveolaten herangezogen wurden, zeigte, dass in weiteren Diatomeen wie auch in Haptophycaeen ausschließlich ein PTS1-abhängiger Importweg nachweisbar ist. Weiterhin konnte bei G. theta die komplette Ausstattung an Peroxinen nachgewiesen werden. An dieser Cryptomonade wurde schließlich die peroxisomalen, metabolischen Kapazitäten rekonstruiert. Hierbei zeigte sich einerseits, dass die Peroxisomen von G. theta „enigmatic organelles“ mit vielen Stoffwechselwegen sind. Andererseits wurden sehr gute Evidenzen identifiziert, die aufzeigen, dass die β-Oxidation von Fettsäuren, die eigentlich eine typische peroxisomale Leistung ist, in der Cryptomonade in den Mitochondrien vorkommen sollte. Unserer Daten zeigen somit das Vorkommen von Peroxinen in Chromalveolaten, den vorhergesagten Proteinimport-Weg in die Matrix sowie beispielhaft die metabolischen Leistungen eines besonders interessanten Chromalveolaten, der Cyptomnade G. theta.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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