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Methode und Ungleichheit. Sekundäranalysen zur Bedeutung sozialer Unterschiede in qualitativen Interviews

Fachliche Zuordnung Empirische Sozialforschung
Soziologische Theorie
Förderung Förderung von 2018 bis 2023
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 410456107
 
Erstellungsjahr 2024

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Das Projekt ist das Fortsetzungsprojekt zum Projekt "Fragen in qualitativen Interviews. Sekundäranalysen zur Bedeutung unterschiedlicher Frageformen in Interviews". Das zentrale Forschungsinteresse bestand in der Frage, wie sich (und welche) soziale (Unleichheits)Merkmale auf die Art der Antworten in qualitativen Interviews auswirken können. Soziale Unterschiede wurden dabei zum einen intersektional verstanden, wobei der Fokus auf die Dimensionen Bildung und Geschlecht gelegt wurde. Zum anderen wurde davon ausgegangen, dass entsprechende Differenzen nicht "an sich" wirksam sind, sondern erst in und durch Interaktionen relevant gemacht werden. Daher wurde auch die interaktive Herstellung bzw. Markierung von Unterschieden und Zugehörigkeiten im Interview berücksichtigt, soweit dies möglich war. Wie im vorausgegangenen Projekt war das zentral untersuchte Textmerkmal die in Befragtenantworten generierten und dort nachweisbaren Textsorten. Diese wurden mittels unterschiedlicher Analyseformen untersucht, die von einfachen Identifikationen und Beschreibungen (von Textsorten) bis zu aufwändigen Sequenzanalysen längerer Interviewinteraktionen reichten. Als Datenmaterial dienten erneut in sozialwissenschaftlichen Datenarchiven hinterlegte Interviewtranskripte, die also, in diesem Sinne sekundäranalytisch, hinsichtlich der genannten möglichen Wirkungszusammenhänge untersucht wurden.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

  • „Fragen in qualitativen Interviews – Lessons Learned aus der sekundäranalytischen Methodenforschung“ – projektspezifischer Workshop an der UDE (s.u.)
    Carsten G. Ullrich
  • „Fragen, Antworten und die multiplen Gesichter des Dissens – Empirische und methodologische Erkenntnisse im Kontext qualitativer Forschungsinterviews“ – Vortrag beim 70. Arbeitskreis Angewandte Gesprächsforschung in Luzern
    Carsten G. Ullrich
  • „Soziale Unterschiede und Textsortengestaltung: Perspektivierungen von Agency in biographischen Erzählungen“ – projektspezifischer Workshop an der UDE (s.u.)
    Carsten G. Ullrich
  • „Textsorten und soziale Unterschiede: Verschiedene Perspektivierungen von Agency im biographischen Erzählen“ – Poster auf der Jubiläumstagung der Sektion Methoden der qualitativen Sozialforschung der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS) in Mainz
    Carsten G. Ullrich
  • „‘Interviewfehler‘: Methodologische Reflexionen und empirische Erkenntnisse zu dispräferierten Frageformaten“ – Vortrag auf dem Kongress der Österreichischen Gesellschaft für Soziologie (ÖGS) in Wien
    Carsten G. Ullrich
 
 

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