Detailseite
Projekt Druckansicht

Die Stabilisierung nicht klassischer Borarchitekturen durch N-heterocyclische Carbene: Synthese und potentielle Anwendungen

Antragsteller Dr. René Frank
Fachliche Zuordnung Anorganische Molekülchemie - Synthese, Charakterisierung
Förderung Förderung von 2018 bis 2023
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 410908941
 
Erstellungsjahr 2024

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Basierend auf vorab publizierten Ergebnissen aus unserer Forschung wurde die Chemie zur Stabilisierung von Borarchitekturen durch N-heterocyclische Carbene (NHCs) weiter entwickelt. Die vorab berichteten Borylanionen mit Cyanidsubstituenten gaben Anlass zur Vermutung ähnlicher Strukturen mit Alkinfunktionalisierung. Alkinylborane mit variable Substitutionsmuster sind schwer darstellbar und wurden von uns in hohen Ausbeuten durch NHC-Stabilisierung erhalten, obwohl die nachfolgende Reduktion zu Borylanionen nicht erfolgreich war. Weitere Ansätze unserer Forschung befassten sich mit NHC-stabilisierten Benzylboranen. Die selektive Funktionalisierung des aromatischen Kerns der Benzyleinheit hing stark vom verwendeten NHC ab, wobei im Rückgrat alkylierte NHCs exzellente Ergebnisse lieferten. Dass einfachste Benzylborane vom Typ NHC-BH2-CH2-Ph wurde mit Bortrichlorid und Bortribromid an der BH2-Einheit vollständig halogeniert, während Bortriiodid eine aromatisch Kernsubstitution durch dirigierende Wirkung der BH2 als interessantes Ergebnis aufwies. Die Reaktionen eines viergliedrigen Boraheterzyklus wurde mit Kohlenstoffdonorliganden (Isonitrile, NHCs) aber auch mit Carbenoiden der schweren Elemente (Ga, Si) durchgeführt. In allen Fällen wurden Ringöffnungen beobachtet, die neuartige annellierte und spiroartige Boraheterozyklen lieferten.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

Zusatzinformationen

Textvergrößerung und Kontrastanpassung