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Ein ganzheitlicher Ansatz für die refraktive, dynamische Tensorfeldtomographie

Fachliche Zuordnung Mathematik
Förderung Förderung von 2019 bis 2024
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 411005946
 
Erstellungsjahr 2025

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Im Rahmen des Projekts wurden signifikante Fortschritte auf dem Gebiet der Tensor-Tomographie erzielt für statische, dynamische, gedämpfte Settings und unter Einbeziehung von Beugungen. Es wurden verallgemeinerte gedämpfte Strahl-Transformationen für Tensorfelder höherer Ordnung untersucht und Integralmomente berechnet, wodurch eindeutige Lösbarkeit des zugrunde liegenden Randwertproblems unter bestimmten Glattheitsannahmen bewiesen werden konnte. Neuartige Lösungsmethoden, die zum Teil auf der approximativen Inversen basieren, führten zu exakten Rekonstruktionen für Vektor- und 2-Tensorfelder in zwei Dimensionen. Des Weiteren wurden Singulärwertzerlegungen für die entsprechenden Integraltransformationen hergeleitet und Stetigkeits-Abschätzungen in Sobolev-Bochner-Räumen bewiesen. In einem alternativen Ansatz wurde Tensor-Tomographie als inverses Quellproblem für Transportgleichungen untersucht, welche auf dem geodätischen Vektorfeld beruhen. Durch Addition eines Viskositätsterms war es möglich, die eindeutige Existenz schwacher Lösungen unter bestimmten, milden Bedingungen an den Absorptionskoeffizienten und den Brechungsindex nachzuweisen. Der zum Vorwärtsproblem gehörende adjungierte Operator der dynamischen Strahl- Transformation wurde hergeleitet und führte zu zwei unterschiedlichen, äquivalenten Darstellungen. Die Integraldarstellung erwies sich dabei als rechnerisch einfacher, obwohl sie mehrfache Lösungen der geodätischen Differentialgleichung für unterschiedliche Anfangswerte erforderte. Die numerische Implementierung der Verfahren konzentrierte sich auf den stationären Fall unter Verwendung von Polargittern. Die Herausforderungen bestanden im optimalen Gittersampling und der Behandlung von Singularitäten im Ursprung. Unter Verwendung sythetischer Testdaten wurde numerische Konvergenz des Verfahrens für unterschiedliche Regularisierungs- und Viskositätsparameter nachgewiesen. Die numerische Validierung ergab, dass die Verfahren, welche Integraldarstellungen verwenden, den PDE-basierten Methoden hinsichtlich Effizienz deutlich überlegen waren bei gleicher Rekonstruktionsgenauigkeit. In beiden Fällen wurde die gedämpfte Landweber-Methode mit Nesterov-Beschleunigung für die Rekonstruktion angewendet. Dabei erwies sich die Methode basierend auf Intergaloperatoren als effizienter und wurde daher für den nicht-Euklidischen Fall ausschließlich eingesetzt. Weitere Tests widmeten sich den Untersuchungen des Einflusses von Rauschen in den Daten sowie der Ablenkung der Trajektorien weg von Geraden, wobei sich zeigte, dass die Einbeziehung von Beugungen in die Modellierung die Genauigkeit erhöht und die höheren Rechenzeiten dadurch aufwiegt.

Link zum Abschlussbericht

https://oa.tib.eu/renate/handle/123456789/21446

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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