Dynamics of Mental Health of Migrants (DMHM) – Analyzing dynamics of resilience and vulnerabilities using a synthesis of socio-structural and psychological approaches
Personality Psychology, Clinical and Medical Psychology, Methodology
Final Report Abstract
Im Projekt Dynamics of Mental Health of Migrants (DMHM) geht es um die Erforschung der Zusammenhänge von Migration und psychischer Gesundheit. Die gewonnenen Ergebnisse sollen die wissenschaftlichen Grundlagen schaffen, um weltweit Public-Health-Initiativen dabei zu unterstützen, effektive Präventionsarbeit zu leisten sowie adäquate und effizientere Therapiemaßnahmen für immigrierte Menschen anbieten zu können. In Deutschland und anderen klassischen Einwanderungsländern hat gut jede/r Fünfte Migrationserfahrung. Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich das Projekt vor allem mit folgenden Fragen: • Wie verändert sich die psychische Gesundheit von Migranten und Migrantinnen? • Inwiefern beeinflussen Persönlichkeitseigenschaften und Partner, Eltern, Kinder und Geschwister die psychische Gesundheit von Migranten und Migrantinnen? • Welche psychologischen und sozio-strukturellen Faktoren können als stärkende Ressourcen beziehungsweise als Risikofaktoren gewertet werden? Um Antworten auf diese Fragen zu finden, betrachten die Forschenden repräsentative Bevölkerungsstudiendaten und werten diese aus. Das Projekt zielt darauf ab, die psychische Gesundheit von Migrant:innen in Deutschland zu untersuchen und diese mit Daten aus anderen Ländern, wie Großbritannien und Australien, zu vergleichen. Im ersten Schritt wurde überprüft, ob die Art und Weise, wie psychische Gesundheit in Bevölkerungsstudien erfasst werden, reliabel und valide sind. In unseren Studien konnten wird feststellen, dass Gesundheitsskalen zur Erfassung der psychischen Gesundheit in ihrer Kurzform als zuverlässiges Instrument zur Vergleichung der psychischen Gesundheit und des Wohlbefindens zwischen Migrant:innen, Geflüchteten und der Gastbevölkerung verwendet werden können. Im zweiten Schritt wurde untersucht, ob es systematische Unterschiede in der psychischen Gesundheit in Abhängigkeit vom Migrationsstatus gibt. In diesem Vergleich zeigt sich, dass Geflüchtete, insbesondere geflüchtete Frauen, zu der besonders gefährdeten Gruppe unter Migrierten gehören, was einen Ausbau der psychischen Gesundheitsdienste für diese Bevölkerungsgruppe erfordert. Zudem sind ältere sowie sozial isolierte Geflüchtete, Bewohner:innen von Flüchtlingsunterkünften und Personen unter Drohung der Abschiebung psychisch am meisten belastet. Bemerkenswert war auch der Befund, dass die psychische Belastung negativ die Indikatoren für Integration wie Arbeitsmarktteilhabe, Bildungsprogramm und Teilnahme an Integrationskursen beeinflusst, was in politischen Diskussionen berücksichtigt werden sollte.
Publications
-
Ist die Beurteilung der psychosozialen Lage von Migranten und Geflüchteten anhand von Kurzfragebögen möglich? Vortrag auf dem 51. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychologie, Frankfurt am Main.
Tibubos, A. N. & Kröger, H.
-
Einsamkeit in Deutschland: Messinvarianztestungen und Vergleiche zwischen Geflüchteten, der deutschen Bevölkerung mit und ohne Migrationshintergrund. Präsentation auf dem 14. Kongress der Fachgruppe Gesundheitspsychologie, Greifswald.
Tibubos, A. N., Löbel, L. & Kröger, H.
-
Psychological Distress among Refugees in Germany–a Representative Study on Individual and Contextual Risk Factors and the Potential Consequences of Poor Mental Health for Integration in the Host Country (No. 1053). DIW Berlin, The German Socio-Economic Panel (SOEP).
Walther, Lena; Kröger, Hannes; Tibubos, Ana Nanette; Ta, Thi Minh Tam; von Scheve, Christian; Schupp, Jürgen; Hahn, Eric & Bajbouj, Malek
-
A cross-cultural comparison of the ultrabrief mental health screeners PHQ-4 and SF-12 in Germany.. Psychological Assessment, 32(7), 690-697.
Tibubos, Ana N. & Kröger, Hannes
-
Psychological distress among refugees in Germany: a cross-sectional analysis of individual and contextual risk factors and potential consequences for integration using a nationally representative survey. BMJ Open, 10(8), e033658.
Walther, Lena; Kröger, Hannes; Tibubos, Ana Nanette; Ta, Thi Minh Tam; von Scheve, Christian; Schupp, Jürgen; Hahn, Eric & Bajbouj, Malek
-
Psychology and Epidemiology: It´s Time to Bridge the Gap! Eingeladene (Online-)Präsentation im Rahmen der Blitzlicht-Vorträge der Deutschen Gesellschaft für Psychologie
Tibubos, A.N.
-
Psychological and physical health of migrants and refugees in Germany from 15 countries: Results from the Socio-Economic Panel (SOEP). Online-Präsentation auf dem 15. Kongress der Fachgruppe Gesundheitspsychologie, Erlangen-Nürnberg.
Tibubos, A. N. & Kröger, H. K.
-
Social isolation and loneliness in the context of migration: a cross-sectional study of refugees, migrants, and the native population in Germany (No. 1124). Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) Berlin, The German Socio-Economic Panel (SOEP).
Löbel, Lea-Maria; Kröger, Hannes & Tibubos, Ana Nanette
-
How Migration Status Shapes Susceptibility of Individuals’ Loneliness to Social Isolation. International Journal of Public Health, 67.
Löbel, Lea-Maria; Kröger, Hannes & Tibubos, Ana Nanette
-
A systematic review: How do acculturation patterns and psychosomatic health among Turkish migrants worldwide interplay? Vortrag auf dem Deutschen Kongress für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Berlin.
Tibubos, A. N., Diehl, V., Gräber, D. & Kröger, H.
-
The moderating effect of neuroticism on migration status and health-related quality of life (SF-12). Vortrag Posterpräsentation auf der 17. Arbeistagung der Fachgruppe Differentielle Psychologie, Persönlichkeitspsychologie und Psychologische Diagnostik, Salzburg
Farugie, A., Maukel, L.-M. & Tibubos, A. N.
-
How do acculturation strategies and psychosomatic health among Turkish voluntary and involuntary migrants worldwide interplay? A systematic review.
Diehl, Vanessa; Graeber, Daniel; Kroeger, Hannes & Tibubos, Ana Nanette
