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Der Topos Nacht in der Musik der Moderne und Postmoderne. Untersuchungen zu seinen Kontinuitäten und Diskontinuitäten
Antragstellerin
Dr. Ellen Freyberg
Fachliche Zuordnung
Musikwissenschaften
Förderung
Förderung von 2018 bis 2022
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 417721823
Anliegen der Studie ist es, den Topos der Nacht in der Musikforschung zu verankern. Erstmals soll eine größere Auswahl an Nacht-Kompositionen in den Blick genommen und der Einfluss des Topos Nacht auf die Werke der Moderne / Postmoderne untersucht werden. Es soll weiterhin darum gehen, über isolierte Einzelbetrachtungen hinauszugelangen und in der Zusammenschau der Nacht-Kompositionen das Wesenhafte der Werke zu beschreiben, wobei die oben formulierte Arbeitsthese vom Anknüpfen an das romantische Programm der Übersteigerung und Transzendierung der Sprache hier als ein analytischer Anhaltspunkt dienen soll. Der Fokus der Analysen soll auf den kompositorischen Strategien liegen, mit denen Komponistinnen und Komponisten in andere Dimensionen der Sprachlichkeit vordringen, um musikalische Inhalte zu formulieren. Zudem soll es darum gehen zu zeigen, in welcher Weise die Musik der Moderne / Postmoderne an die in der Romantik etablierten (und oben abgesteckten) Gedanken- und Ideenkomplexe anknüpft, ihnen neue musikalische Lesart zuführt und sie für die Gegenwart aktualisiert. Ziel der Studie ist also, die diskursiven Kontinuitäten und Diskontinuitäten des Topos Nacht in der Musik der Moderne / Postmoderne zu beschreiben und eine Antwort auf die Frage zu geben, warum gerade die Musik als die begriff-fernste aller Künste von der Aneignung des Topos Nacht profitiert.
DFG-Verfahren
Sachbeihilfen
