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Mesoskaliges Netzwerk zur Überwachung von Treibhausgas- und Schadstoffemissionen

Fachliche Zuordnung Physik und Chemie der Atmosphäre
Messsysteme
Förderung Förderung von 2019 bis 2022
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 419317138
 
Erstellungsjahr 2024

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Der Klimawandel hat globale Auswirkungen und beeinflusst unsere Lebensbedingungen und unsere Gesellschaft. Die anthropogenen Treibhausgasemissionen tragen maßgeblich zur derzeitigen globalen Erwärmung bei. Der Temperaturanstieg sollte gemäß dem "Pariser Klima-Abkommen" auf deutlich unter 2°C, verglichen mit dem vorindustriellen Niveau, begrenzt werden. Dies erfordert globale Anstrengungen. Städtische Gebiete emittieren mehr als 70 % des durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe erzeugten CO2. Um die globale Erwärmung einzudämmen, sind genaue Methoden zur Überwachung der von städtischen Gebieten und Städten ausgehenden CO2-Emissionen erforderlich. Deshalb wurde das permanente und automatisierte Säulenmessnetz MUCCnet errichtet. MUCCnet besteht aus fünf Fourier- Transform-Infrarot-Spektrometern EM27/SUN, die in und um München aufgestellt sind. Diese Instrumente messen die Gesamtkonzentration von CO2 und CH4, welches das zweitwichtigste anthropogene Treibhausgas ist, entlang der direkten Säule zur Sonne. Aus den Differenzen zwischen den Beobachtungen im Luv- und Leebereich können die Treibhausgasemissionen Münchens abgeschätzt werden. Im Rahmen dieses Projekts wurde das Messnetzwerk MUCCnet entwickelt und eingerichtet sowie betrieben. Der Betrieb umfasste die Überwachung und Wartung der MUCCnet-Instrumente, den Abruf der Daten und die Entwicklung der für die Emissionsschätzung erforderlichen Modellierungsansätze. Die verwendete Modellierung bestehet aus einem Eulerschen Modell zur Simulation der Windfelder (in diesem Fall das Weather Research & Forecasting-Modell) und einem Lagrange-Modell zur Simulation der Treibhausgasausbreitung (in diesem Fall das Stochastic Time-Inverted Lagrangian Transport-Modell). Mithilfe dieses Frameworks ist es möglich Emissionsquellen zu quantifizieren und unbekannte Quellen zu entdecken. Das Messprinzip kann in Zukunft in anderen Städten und Regionen verwendet werden. Die auf Messungen basierten Emissionsdaten bilden im Zusammenspiel mit existierenden Emissionsschätzungen die Grundlage für die Überwachung und Validierung der Treibhausgas-Reduktionspläne von Städten, Ländern und Kontinenten.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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