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Publikation der Grabungsergebnisse im sog. Macellum in Ostia

Fachliche Zuordnung Klassische, Provinzialrömische, Christliche und Islamische Archäologie
Förderung Förderung von 2007 bis 2008
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 41939306
 
Die städtebauliche Entwicklung Ostias ist bisher meist pauschal und nur an wenigen Stellen intensiver erforscht. Basierend auf den von mir geleiteten Ausgrabungen (1997-2001) kann nun an einem zentral gelegenen Grundstück eine sehr differenzierte Abfolge von Bebauung und Nutzung beschrieben werden. Eine durchgehende Stratigraphie vom 3. Jh. v. Chr. bis zum 5. (?) Jh. n. Chr. ermöglicht einen Einblick in die Entwicklung dieses Grundstücks vor dem alten W-Tor des Castrums. Schwerpunkte sind die frühen Spuren eines Quaderbaus, die spätrepublikanisch-frühkaiserzeitliche Belegung des Geländes mit Taberna- und Insulabebauung sowie eine Insula des 2. Jhs. n.Chr. und ein Hof mit zahlreichen Umnutzungen bis in das 5. Jh. n. Chr. Wichtige Einzelbefunde betreffen einen frühen Strang der öffentlichen (?) Wasserleitung und eine spätantike Glasschmelzanlage, den ersten Nachweis einer solchen Werkstatt in Ostia. Die traditionelle Benennung des Komplexes als Macellum erweist sich dabei als unhaltbar und als Konstrukt der Ausgräber, deren z.T. irreführenden Rekonstruktionen endlich erkannt werden konnten. Die Entwicklung des Grundstücks steht damit beispielhaft für die Vitalität der Stadt Ostia und ihre Anpassung an die jeweils aktuellen Bedingungen.
DFG-Verfahren Sachbeihilfen
 
 

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