Wahn – Aetiologie, Häufigkeit & Neuronale Korrelate
Klinische Psychiatrie, Psychotherapie und Kinder- und Jugendpsychiatrie
Zusammenfassung der Projektergebnisse
Das DFG-Projekt „WAHN – Ätiologie, Häufigkeit & Neuronale Korrelate“ konzentrierte sich auf die Untersuchung von Wahnphänomenen, mit einem speziellen Fokus auf Beziehungs- und paranoiden Wahn. Das Hauptziel bestand darin, Einblicke in die Mechanismen und die Verbreitung von Wahnvorstellungen innerhalb der Allgemeinbevölkerung zu erlangen. Durch den Einsatz alltagsnaher Methoden wie dem Ecological Momentary Assessment, ergänzt durch neuropsychologische Tests und MRT-Untersuchungen, wurde die Dimensionalität und Häufigkeit wahnhaften Erlebens detailliert erfasst. Die Studienergebnisse liefern neue Erkenntnisse über die psychologischen und neuronalen Prozesse, die der Entwicklung von Wahn zugrunde liegen könnten. Besonders hervorzuheben ist, dass psychosenahes Erleben ein weit verbreitetes Phänomen darstellt, welches auch außerhalb klinisch diagnostizierter Störungen auftritt. Es zeigte sich außerdem, dass das Ausmaß von Paranoia mit verschiedenen psychologischen Eigenschaften korreliert, die im Modell der Wahnentstehung des Projekts WAHN eine zentrale Rolle spielen. Dazu gehören unter anderem Bindungsstil, Vernachlässigung in der Kindheit, allgemeine Symptombelastung, Ängstlichkeit und Selbstvertrauen. Die Ergebnisse der neurobiologischen Untersuchungen standen zum Zeitpunkt der Einreichung dieses Berichts noch aus. In diesem Dokument werden die geplanten Analysen beschrieben.
Projektbezogene Publikationen (Auswahl)
-
Konferenz: Interdisciplinary conference on the study of mental health (10.-12.07.2023). Examination of the structure and prediction of delusional experiences in a large German sample
Maja Neidhart
-
Annual Congress of the Schizophrenia International Research Society (03.-07.04.2024). The architecture of paranoia in the general population: a self-report and ecological momentary assessment study
Maja Neidhart
