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Syntax jenseits des Kanons: Innovative Untersuchungen zu Nicht-kanonischer Syntax im Englischen

Antragstellerin Teresa Pham, Ph.D.
Fachliche Zuordnung Einzelsprachwissenschaften, Historische Linguistik
Förderung Förderung von 2019 bis 2025
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 419901034
 
Erstellungsjahr 2025

Zusammenfassung der Projektergebnisse

In dem DFG-geförderten Wissenschaftlichen Netzwerk widmeten sich die beteiligten Forschenden der strukturellen Vielseitigkeit des Englischen. Im Speziellen ging das Netzwerk der Fragestellung nach, wie, wann und warum es im Sprachgebrauch zu strukturellen Abweichungen von einem anerkannten Standard und somit der Wahl alternativer Konstruktionen kommen kann. Beispielsweise könnte anstelle des kanonischen englischen Satzes Tim likes Anna ebenso eine der folgenden Alternativen verwendet werden: It is Anna who Tim likes (Spaltsatz); Tim likes her, Anna (Rechtsdislokation). Je nachdem, welche dieser Varianten man verwendet, werden verschiedene Satzteile in den Vordergrund oder andere in den Hintergrund gerückt. Neben diesem Zweck der ‘Informationsstrukturierung’ gibt es aber auch andere Gründe, aus denen Sprechende eine alternative Form bevorzugen, z.B. aufgrund ihres dialektalen Hintergrundes. Das Alleinstellungsmerkmal des Netzwerkes ist es, dass es mehrere theoretische Ansätze zur Erforschung nichtkanonischer Strukturen gewinnbringend kombinierte. Durch die Zusammenarbeit von Forschenden mit verschiedensten Schwerpunkten innerhalb des Rahmenthemas widmete sich das Netzwerk in einer Vielzahl von Treffen mit unterschiedlichen Fokusthemen einer ganzheitlichen Betrachtung nicht-kanonischer Phänomene der englischen Syntax. Während sich das erste Treffen 2019 in Dresden vornehmlich mit dem theoretischen Rahmenthema und der projekt-zusammenführenden Modellbildung befasste, hatte das zweite Treffen 2020 in Gießen einen methodologischen Fokus. Durch die pandemiebedingten Reisebeschränkungen fanden vier weitere Treffen online statt, in denen sich die Teilnehmenden unter anderem der Datenanalyse widmeten. Das darauffolgende Netzwerktreffen 2022 in Vechta behandelte schwerpunktmäßig Funktionen nichtkanonischer Konstruktionen, wohingegen während des Treffens im Frühjahr 2023 in Oxford schwerpunktmäßig die ersten Manuskriptentwürfe für die abschließende Veröffentlichung der Teilprojekte diskutiert wurden und der Fokus auf verschiedenen Formen nicht-kanonischer Syntax lag. Während des Treffens im Sommer 2023 in Amsterdam wurden mögliche Folgeprojekte des Netzwerks diskutiert. Das letzte Treffen 2024 in Bayreuth diente der Abschlussevaluation und führte die Diskussionen über zukünftige Weiterentwicklungen der Projektidee fort. Die individuellen Projekte der Mitglieder des Netzwerks befassten sich auf methodologisch abwechslungsreiche Weise nicht nur mit der Verwendung nichtkanonischer syntaktischer Strukturen im Englischen der Gegenwart, sondern berücksichtigten auch historische Daten sowie verschiedene muttersprachliche wie auch zweit- und fremdsprachliche Kontexte. Dabei profitierte die Arbeit an den Projekten erheblich vom Austausch der Netzwerkmitglieder untereinander, aber in ganz besonderem Maße auch von anregenden Diskussionen mit renommierten, internationalen Gästen und ihrem projektspezifischen Input. Die Ergebnisse der einzelnen Projekte erschienen im Juli 2025 in einem frei zugänglichen Sammelband mit dem Titel Non-Canonical English Syntax: Concepts, Methods, and Approaches bei Cambridge University Press (Herausgeber: Leuckert & Pham).

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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