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Transfusionsassoziierte Auswirkungen von extrazellulärem Hämoglobin auf die Entwicklung eines beatmungsinduzierten Lungenschadens

Fachliche Zuordnung Anästhesiologie
Förderung Förderung von 2019 bis 2024
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 420420493
 
Erstellungsjahr 2024

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Zusammenfassend konnte im ersten Abschnitt des Forschungsprojektes erfolgreich ein Mausmodell entwickelt werden, dass die typische klinische Situation des VILI im Rahmen einer vulnerablen mechanischen Beatmung simulieren kann. Zusätzlich konnte im Rahmen eines Seitenprojektes die unterschiedliche genderspezifische Pathophysiologie des murinen VILI weiter aufgeklärt werden. Diese Erkenntnisse, insbesondere die Ergebnisse bezüglich der genderspezifischen Lungenmechanik, werden für zukünftige Modellanwendungen und ggf. eine Translation in die Klinik relevant sein. Weiterhin konnte gezeigt werden, dass Mäuse, die eine Beatmung mit vulnerablen Beatmungsdrücken erhielten und einer hohen Plasmakonzentration von CFH ausgesetzt waren, eine schwerer kompromittierte Lungenmechanik aufwiesen als Mäuse mit vulnerabler Beatmung allein. Die kompromittierte Lungenmechanik war mit einer Zunahme des pulmonalen Ödems assoziiert, welches jedoch nicht vollständig durch eine Zunahme der Inflammation oder pro-ödematösen Effekten einer CFH- induzierten Hypertension erklärbar war. Die parallel aufgebaute digitale Datenbank der detaillierten intensivmedizinischen Verläufe von Patient:innen mit schwerem ARDS sowie einer Teilkohorte mit Therapie mit veno-venöser ECMO ist aktuell eine der größten singlecenter Datenbanken für dieses Krankheitsbild. Es konnten retrospektiv auch im klinischen Umfeld die Bedeutung von CFH und Hp für Krankheitsschwere, Outcome und Organschäden wie z.B. das akute Nierenversagen herausgearbeitet werden. Die Ergebnisse zeigen sich im weitesten Sinne kongruent zu Erkenntnissen, die in dem vorangegangenen DFG-geförderten Projekt experimentell gewonnen worden waren. Weiterhin war die Gewinnung und Testung von potenziellen Grenzwerten für verschiedene Plasmakonzentrationen von CFH und Hp möglich, die lohnende Zielparameter für zukünftige klinische Beobachtungs- und Therapiestudien darstellen können. Zudem waren die Informationen, die diese Datenbank liefern konnte, hilfreich, um weitere retrospektive und auch prospektive Studien zu unterstützen, die sich mit einem Kollektiv aus Patient:innen mit schwerem ARDS beschäftigten. Aktuell sind noch weitere eigene Subgruppenanalysen zu Themen der prognostischen Bedeutung des CFH-Abbauproduktes Bilirubin bei Patient:innen mit schwerem ARDS sowie eine Arbeit, die das Potential eines weiteren CFH-Abbauproduktes, Kohlenstoffmonoxid (CO), als Surrogatparameter für gesteigerte intravasale Hämolyse untersucht, bei verschiedenen fachspezifischen Journalen eingereicht.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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