Detailseite
Projekt Druckansicht

Gemittelte Modelle und deren Regelung für dreiphasige modulare Mehrpunktstromrichter

Fachliche Zuordnung Elektrische Energiesysteme, Power Management, Leistungselektronik, elektrische Maschinen und Antriebe
Förderung Förderung von 2019 bis 2023
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 420450342
 
Erstellungsjahr 2024

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Modulare Mehrpunktstromrichter haben sich in energietechnischen Anwendungen etabliert, die im Bereich der Mittel- oder Hochspannung angesiedelt sind und werden bspw. für Hochspannungsgleichstromübertragungen eingesetzt. Die zu Grunde liegende leistungselektronische Topologie lässt sich durch mathematische Modelle beschreiben, die sich in ihren Eigenschaften deutlich von denen anderer Konvertertopologien unterscheiden. Dies ist auch damit verbunden, dass der Steuerungs- und Regelungsentwurf deutlich schwieriger ist. Eine besondere Herausforderung stellt dabei das Problem dar, die Energien zwischen den Zweigen zu symmetrieren und dabei gleichzeitig eine Last zu bedienen. Die Schwierigkeit dabei resultiert aus einem Stellgrößendefizit, das sich in einem langsameren zeitlichen Kontext auflösen lässt, indem das mittlere Verhalten des Systems über einen längeren Zeitraum betrachtet und dafür ein neues mathematisches Modell abgeleitet wird. Diese Vorgehensweise hat sich zwar in der Praxis bewährt, jedoch stand eine methodische Absicherung dieser Vorgehensweise aus. Diese wissenschaftliche Lücke konnte durch das Forschungsprojekt geschlossen werden, indem Methoden der singulären Störungsrechnung Verwendung fanden. Um die Modellbildungsmethodik zu erproben, wurden mehrere Einsatzszenarien untersucht und es fanden Untersuchungen statt, um den Gültigkeitsbereich der Aussagen abzuschätzen. Die abgeleiteten Modelle bildeten den Ausgangspunkt zum Einen für einen modellbasierten Steuerungs- und Regelungsentwurf und zum Anderen für die Untersuchung stationärer Arbeitsregimes. Hinsichtlich beider Aspekte konnte gezeigt werden, dass interessante Entwurfsfreiheiten bestehen, die technisch ausgenutzt werden können. Die entwickelten methodischen Werkzeuge habe sich als geeignet erwiesen, diese Potenziale auszuschöpfen. Ein Großteil der Projektergebnisse wurde durch experimentelle Tests untermauert, die an einem Niederspannungs-Versuchsaufbau durchgeführt wurden. Obwohl im Rahmen des Projekts nahezu ausschließlich eine Topologie betrachtet wurde, lässt sich die Modellbildungs- und Entwurfsmethodik auch für andere leistungselektronische Schaltungen nutzen, in denen quasi-periodische Arbeitsregimes auftreten, wie bspw. weitere zellbasierte Stromrichtertopologien.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

Zusatzinformationen

Textvergrößerung und Kontrastanpassung