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Etablierung der thermischen Rauschmagnetometrie zur Charakterisierung magnetischer Nanopartikel

Antragsteller Dr. Frank Wiekhorst
Fachliche Zuordnung Experimentelle Physik der kondensierten Materie
Förderung Förderung von 2019 bis 2023
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 421747196
 
Erstellungsjahr 2024

Zusammenfassung der Projektergebnisse

In dieser Arbeit wurde das neuartige Verfahren der magnetischen Rauschmagnetometrie (Thermal Noise Magnetometry, TNM) zur Charakterisierung von magnetischen Nanopartikeln (MNP) untersucht. Hierfür wurden die theoretischen Grundlagen zusammengetragen und zahlreiche Simulationen durchgeführt, um die Einflüsse von Probengeometrie, Partikelvolumen und -anzahl, Einfluss der Größenverteilung, sowie die Temperatur auf das magnetische Rauschverhalten der MNP bei der TNM Messung zu beschreiben. Darüber hinaus wurden experimentelle TNM Untersuchungen mit einem 6-Kanal SQUID-System nicht nur die generelle Tauglichkeit des Verfahrens zur MNP-Charakterisierung demonstriert, sondern auch das Potential der TNM für die Detektion von Änderungen der MNP Dynamik aufgrund von Immobilisation und Aggregation der MNP beim Einbetten und Aushärten in einer nicht-magnetischen Matrix (Photopolymer) oder der Aufnahme in einem biologischen System (THP-1 Tumorzelle) gezeigt. Weiterhin wurde ein eigenständiger und mobiler TNM Aufbau entwickelt, in dem optisch gepumpte Magnetometer (Optically Pumped Magnetometer, OPM) zur Detektion der TNM Signale verwendet wurden. Mit diesem Aufbau konnte die bisherige Komplexität in den TNM Experimenten mit den Flüssig-Helium gekühlten SQUID Sensoren deutlich verringert und gleichzeitig die Einsatzfähigkeit verbessert werden. Dieses Projekt hat das Verfahren der Thermischen Rauschmagnetometrie zum Nachweis von Magnetischen Nanopartikeln in biomedizinischen und industriellen Anwendungen entscheidend weiterentwickelt.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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