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The adiponectin receptor system as new target for prevention and therapy of calcific aortic valve disease

Subject Area Cardiac and Vascular Surgery
Term from 2019 to 2022
Project identifier Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Project number 422014029
 
Final Report Year 2021

Final Report Abstract

Mit dem bearbeiteten Projekt sollte untersucht werden, ob das Adiponektin-Rezeptorsystem als neues Target für Prävention oder Therapie der CAVD geeignet ist. Zu verifizierende Arbeitshypothese war dabei, dass bestimmte microRNAs die Expression des Adiponektin- Rezeptorsystems supprimieren und damit zur CAVD-Pathogenese beitragen. Zu Beginn der Projektarbeiten im Work Package 1 auftretende unerwartete Schwierigkeiten bei der Isolation von total-RNA aus kalzifizierten humanen AOK-Gewebe mit der zu niedrigen RNA-Integrität der Isolate, konnten über Modifizierung und Reetablierung des Isolationsprotokolls schließlich behoben werden, so dass trotz der damit verbundenen zeitlichen Verzögerungen die geplanten microRNA-Sequenzierungen erfolgreich durchgeführt werden konnte. Nach einer Erstauswertung der gewonnenen microRNA-Expressionsdaten wird die detaillierte Auswertung aktuell in Kooperation mit dem BMFZ der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf fortgeführt und bildet die Grundlage für die planmäßige Weiterbearbeitung der Work Packages 2 und 3 des Projekts. Darüber hinaus wurden während der Projektbearbeitung im Rahmen der finalen Etablierung der Gewebe- und Zellkulturmodelle für die Work Packages 2 und 3 unter Verwendung oviner AOK- Taschen bzw. VICs überraschende Beobachtungen zur Wirkung des Zytokins TGF-β1 auf Kalzifizierungsprozesse im gewebebasierten 3D-CAVD-Modell gemacht. Diese Beobachtungen wurden unter Verwendung aktueller molekularbiologischer, biochemischer und mikroskopischer Techniken phänotypisch und mechanistisch detailliert analysiert. Dabei zeigte sich, dass TGF-β1 im gewebebasierten 3D-CAVD-Modell die myofibroblastoide Differenzierung sowie die assoziierte expressionelle und proliferative Aktivierung der VICs intensiviert und dadurch eine dominante Gewebefibrose induziert. Gleichzeitig wirkt TGF-β1 durch Inhibition der Aktivierung von SMAD1/5/8 und des kanonischen Wnt/β-Catenin- Signalwegs antiapoptotisch und blockiert die osteoblastoide VIC-Differenzierung bzw. die damit einhergehende AOK-Gewebekalzifizierung. Durch diese Ergebnisse wird eine generelle phasenunabhängige CAVD-fördernde Rolle von TGF-β1 in Frage gestellt.

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