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Perowskit Defekte: Physik, Evolution und Stabilität
Antragstellerinnen / Antragsteller
Professor Dr. Carsten Deibel
Technische Universität Chemnitz
Institut für Physik
Optik und Photonik kondensierter Materie, insb. für Sensorik und Analytik
Professorin Dr. Yana Vaynzof, seit 1/2020
Technische Universität Dresden
Institut für Angewandte Physik
Technische Universität Chemnitz
Institut für Physik
Optik und Photonik kondensierter Materie, insb. für Sensorik und Analytik
Professorin Dr. Yana Vaynzof, seit 1/2020
Technische Universität Dresden
Institut für Angewandte Physik
Fachliche Zuordnung
Experimentelle Physik der kondensierten Materie
Herstellung und Eigenschaften von Funktionsmaterialien
Herstellung und Eigenschaften von Funktionsmaterialien
Förderung
Förderung seit 2019
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 424216076
Die Entdeckung von hybriden Perowskithalbleitern als Solarzellenabsorber hat bereits zu außerordentlichen photovoltaischen Wirkungsgraden geführt. Die physikalischen Eigenschaften dieser Materialklasse sind allerdings noch nicht vollständig verstanden;insbesondere die Rolle von ionischen und elektronischen Defekten hinsichtlich Solarzelleneffizienz, Hysterese und Stabilität ist noch nicht abschließend geklärt. In diesem Forschungsvorhaben wollen wir die Natur der Defekte in Dünnschichten und Solarzellen aus Bleihalogenid-Perowskiten detailliert ergründen, wie sie die Langzeitstabilität beeinflussen und mit welchen Strategien sie passiviert werden können.Als aktive Materialien werden Methylammonium-Bleitriiodid und Dreifach-Kationen-Halogenid Perowskite in vertikalen und lateralen Bauteilgeometrien charakterisiert, wobei die Defektdichte in der aktiven Perowskitschicht durch eine systematische Variation der Stöchiometrie der Precursor-Lösung mit hoher Genauigkeit verändert wird. Durch diese kleinsten Stöchiometrieänderungen werden wir die Abhängigkeiten der Solarzellenparameter und der Bauteildegradation von den Defektzuständen und ihrer Kenngrößen (Typ, Aktivierungsenergie, Konzentration, Verteilung, Lokalisation an Oberfläche oder im Film) untersuchen können. Um ein genaues physikalisches Verständnis der Rolle von Defekten in Perowskithalbleitern zu erlangen, werden verschiedene komplementäre experimentelle Methoden eingesetzt. Dazu gehören transiente, ortsaufgelöste sowie temperaturabhängige, elektrische und optische Techniken. Über ein dadurch gewonnenes grundlegendes Verständnis hinaus, ist es unser Ziel die signifikantesten und wichtigsten Defektzustände in Bleihalogenid-Perowskit Solarzellen zu identifizieren und dadurch Strategien zur Passivierung dieser Defekte zu entwickeln, um damit die Leistungsfähigkeit und Langzeitstabilität von Perowskitphotovoltaik nachhaltig zu verbessern.
DFG-Verfahren
Schwerpunktprogramme
Ehemaliger Antragsteller
Professor Dr. Sven Hüttner, bis 1/2020
