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Regulation der Kinetochorfunktion in Hefe durch Modifikation der Kernregion des zentromerischen Nukleosoms

Fachliche Zuordnung Allgemeine Genetik und funktionelle Genomforschung
Förderung Förderung von 2019 bis 2024
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 424365872
 
Erstellungsjahr 2025

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Centromere sind die chromosomalen Regionen, an denen sich Kinetochore anlagern und eine physische Brücke zwischen der DNA und den Mikrotubuli bilden. Während der Mitose und Meiose ziehen Mikrotubuli die Chromosomen auseinander und gewährleisten so deren präzise Verteilung auf die Tochterzellen. Fehler in diesem Prozess können zu Aneuploidie führen und tragen zu Erkrankungen wie Krebs und Unfruchtbarkeit bei. In diesem Projekt haben wir das Centromer der Hefe Saccharomyces cerevisiae als Modell verwendet, um neuartige Mechanismen der Centromerregulation zu untersuchen. Wir identifizierten und charakterisierten Proteinmodifikationen an centromerischen Proteinen, die die Stabilität des centromerischen Nukleosoms beeinflussen. Wir fanden, dass Defekte in der Nukleosomenstabilität durch eine Verstärkung der Interaktionen zwischen Proteinen des äußeren Kinetochors kompensiert werden können. Dies offenbart eine unerwartete funktionelle Verbindung zwischen dem centromerischen Chromatin und Mikrotubuli-nahen Kinetochor-Komponenten. Darüber hinaus entdeckten wir einen unerwarteten Regulationsmechanismus des Centromers, der Zuckermoleküle einbezieht, die möglicherweise kovalent an centromerische Proteine gebunden sind. Dieser Befund weist auf einen potenziellen Mechanismus hin, durch den der Ernährungszustand der Zelle den Zellzyklus und die Chromosomenverteilung beeinflussen könnte. Schließlich identifizierten wir eine neue Rolle des Histon-Chaperons Yta7 bei der Regulation der Menge der centromer-spezifischen Histonvariante. Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass Yta7 als hexamerer Ring agiert, die Histonvariante entfaltet und sie einer spezialisierten Einbau-Maschinerie für die Integration in das centromerische Chromatin übergibt. Dieser Mechanismus liefert wichtige Einblicke in die Funktion des menschlichen Homologs von Yta7, ATAD2, das häufig in Krebszellen überexprimiert ist.

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