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Success, limits and failure of subsistence strategies in eastern Central Europe during the early Gravettian and the Last Glacial Maximum

Subject Area Prehistory and World Archaeology
Term from 2019 to 2024
Project identifier Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Project number 424736737
 
Final Report Year 2024

Final Report Abstract

Die Projektergebnisse zeigen, dass in der Zeit zwischen 33.000 und 29.000 Jahren vor heute in Niederösterreich diversifizierte ökologischen Nischen von Herbivorne existierten. Mit den klimatischen Veränderungen hin zum Letzten Glazialen Maximums (LGM) zwischen 24.000 und 20.000 Jahren vor heute fallen diese Nischen jedoch zusammen, was wahrscheinlich zu erhöhtem Subsistenzstress für die Tiere führte. Insbesondere das Mammut, das zunächst eine eigene ökologische Nische besetzt, scheint von diesen Veränderungen stark betroffen zu sein. Zusammen mit dieser Entwicklung lassen sich auch Änderungen in den Beutemustern der Menschen erkennen, weg von einem recht diversen Spektrum mit Mammut als wichtiger Ressource hin zu einem Fokus auf Rentier, das nicht nur Lieferant energiereicher Nahrung und Geweih für die Werkzeugproduktion ist, sondern auch ein Fell liefert, dass besonders gut für Kleidung in kalten Umgebungen geeignet ist. Während die Analysen der Steinartefakte der Fundstelle Kammern-Grubgraben, einem der wenigen Plätze aus dem LGM, noch andauern, zeigen die Analysen der organischen Artefakte sowohl Verbindungen zu osteuropäischen wie auch zu westeuropäischen Fundstellen. Somit kommt dem Inventar aus Kammern-Grubgraben eine vermittelnde Position zu, was auf zumindest gelegentlichen Kontakt zwischen den Populationen westlich und östlich der Alpen auch während des LGM verweist. Überraschend ist, dass die Präsenz des Menschen wohl nicht wie bisher angenommen notwendigerweise an wärmere, interstadiale Bedingungen gekoppelt war. Vielmehr weisen unsere Ergebnisse sowohl für die ältere Periode als auch für Kammern-Grubgraben auf kalte, stadiale Bedingungen hin. Hinzu kommt, dass für Kammern-Grubgraben die neuen Untersuchungen eine Besiedlung ausschließlich im Winter nahelegen, bei der die Jagd auf junge Rentiere im Alter von ein bis zwei Jahren eine wichtige Rolle einnahm.

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