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Ökonomische Entscheidungen von Gruppen: Eine experimentelle Analyse der Effekte von Gruppengröße und Geschlechterzusammensetzung.

Fachliche Zuordnung Wirtschaftstheorie
Förderung Förderung von 2019 bis 2024
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 424856187
 
Erstellungsjahr 2025

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Das Hauptziel des Projekts war es, zu einem besseren Verständnis von Gruppenentscheidungen beizutragen. In einer Reihe ökonomischer Experimente untersuchen wir die Auswirkungen wichtiger Gruppenmerkmale, wie der Gruppengröße, der Zusammensetzung der Gruppe nach Geschlecht und anderen potenzielle Determinanten des Gruppenverhaltens. Aufgrund der durch die Covid-19-Pandemie verursachten Friktionen sind wir mit dem Gesamtergebnis des Projekts nur teilweise zufrieden. Die Entwicklung des Video-Chat-Tools chaTree, die notwendig war, um die Kommunikation in Bild und Ton in Online-Experimenten zu ermöglichen, hat substanzielle Zeit in Anspruch genommen. Dies hat uns veranlasst, uns auf unethisches Verhalten und das Lösen komplexer Aufgaben als Anwendungsgebiete zu konzentrieren. Nichtsdestotrotz hat das Projekt zu insgesamt sieben wissenschaftlichen Arbeiten geführt, die alle interessante neue Erkenntnisse liefern. Drei davon wurden bereits in renommierten internationalen Fachzeitschriften der Wirtschaftswissenschaften (Games and Economics Behavior, Economics Letters, und Journal of Economic Behavior & Organization) veröffentlicht bzw. zur Veröffentlichung angenommen, zwei weitere Studien liegen als Diskussionspapiere vor (wovon sich eines derzeit in der Begutachtung bei einer hochrangigen Fachzeitschrift befindet, während das andere kurz vor der Einreichung steht). Schließlich sind zwei weitere Manuskripte in Vorbereitung, und entsprechende Diskussionspapiere werden demnächst vorliegen. Unsere Ergebnisse haben auch außerhalb der Forschung Relevanz, insbesondere hinsichtlich der Ausgestaltung von Arbeitsteams oder Gremien. Beispielsweise scheint die Diffusion von Verantwortung ein höchst relevantes Phänomen im Zusammenhang mit unethischen Entscheidungen zu sein. Außerdem scheinen sich größere Gruppen unethischer zu verhalten als kleinere, und rein männliche Gruppen sind offenbar besonders anfällig für unethisches Verhalten und aus dieser Perspektive potenziell problematisch. Darüber hinaus scheint es, dass Heterogenität in der Zusammensetzung insbesondere für die Leistung kleinerer Gruppen förderlich ist. Ursprünglich sollten die Experimente im Labor durchgeführt werden, um den Gruppenmitgliedern die Möglichkeit zu geben, miteinander zu kommunizieren. Dies wurde durch die Pandemie, die kurz nach Beginn des Projekts ausbrach, jedoch unmöglich gemacht. Dadurch waren wir gezwungen, auf Online-Experimente auszuweichen. Dies war jedoch mit der Herausforderung verbunden, dass es zu diesem Zeitpunkt in Online-Experimenten keine Möglichkeit gab, in Bild und Ton zu kommunizieren. Die einzig praktikable Art der Kommunikation war vielmehr der Austausch von schriftlichen Chat-Nachrichten. Für die Zwecke unseres Projekts war dies nicht zufriedenstellend. Ein (unvorhergesehener) methodischer Beitrag des Projekts war daher die Entwicklung des Tools chaTree. Wir sind überzeugt, dass es auch für andere Forschende hilfreich sein wird.

Link zum Abschlussbericht

https://hdl.handle.net/10419/335700

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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