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Edition von Max Beckmanns Tagebüchern

Fachliche Zuordnung Kunstgeschichte
Förderung Förderung von 2019 bis 2025
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 426144012
 
Max Beckmann ist einer der bedeutendsten deutschen Maler des 20. Jahrhunderts. Er führte seit 1903 bis 1950 ausführlich Tagebuch und hielt darin nicht nur Alltägliches fest, sondern zentrale Gedanken zu Bildgenese, politischen Ereignissen, Literatur, persönlichen Begegnungen und Austausch mit Zeitgenossen. Zielsetzung des Projekts ist die Erstellung einer originalgetreuen und vollständigen Edition sämtlicher erhaltener Tagebücher Max Beckmanns der Jahre 1903/04, 1908/09, 1912/13 und 1940–1950. Die Tagebücher der 1920-er und 1930-er Jahre sind verloren, da der Künstler die Hefte jener Jahre beim Einmarsch der deutschen Truppen in Amsterdam im Frühjahr 1940 vernichtete.Durch die Aufschlüsselung der in den Tagebüchern erwähnten, Werke, Personen und Zeitereignisse wird ein umfassender Einblick in Beckmanns Schaffen und die Zeitumstände ermöglicht. Da die in den Tagebüchern befindlichen des Zeichnungen erstmalig im Kontext veröffentlicht werden, ergeben sich auch neue Aufschlüsse für die Werkgenese. Der Künstler hat nicht nur den Schaffensprozess seiner Werke in den Tagebüchern notiert, sondern auch Käufer und Preise. Daher sind seine Aufzeichnungen auch im Hinblick auf die Geschichte des Kunsthandels sowie der Provenienzforschung von großem Interesse. Seine Tagebuchaufzeichnungen gehören zu den wichtigsten biographischen Dokumenten Malers und stellen zudem – über die Beckmann-Forschung hinaus – substantielle Quellen für die Netzwerke und Kunstereignisse der Moderne in Weimar, Berlin, Paris, Amsterdam, Saint Louis und New York dar. Die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen (BStGS) besitzen den weltweit zweitgrößten Bestand an Gemälden Max Beckmanns und beherbergen außerdem das Max Beckmann Archiv, die führende Forschungseinrichtung zum Werk des Künstlers. Vier der Originaltagebücher befinden sich heute als Teil seiner Nachlässe in ihrem Besitz.
DFG-Verfahren Sachbeihilfen
Mitverantwortlich Dr. Oliver Kase
 
 

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