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Mikroapparate für mittels parahydrogeninduzierte Hyperpolarisation verstärkte Magnetresonanz- µDIMREPHiP

Fachliche Zuordnung Mikrosysteme
Förderung Förderung von 2019 bis 2024
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 426191032
 
Erstellungsjahr 2024

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Die Fähigkeit, einen chemischen Prozess mit molekularer Spezifität zu überwachen, ist in vielen Disziplinen, in denen Details des Transports, der chemischen Umwandlung und der Reaktionskinetik gefragt sind, interessant und häufig auch notwendig. In biologischen Systemen ist die Aufdeckung dieser Details wichtig, um die Entwicklung dysfunktionaler Phänotypen und ihre Reaktion auf externen Stress zu bestimmen, während in technischen Systemen die Kenntnis dieser Details ein besseres Verständnis des Reaktionsverlaufs und der Homogenität in chemischen Reaktoren ermöglicht. Die Herausforderung besteht in der Wahl einer geeigneten Analysetechnik, die folgende Anforderungen erfüllt: nicht-invasiv, nicht-destruktiv, breite chemische und physikalische Abdeckung, hohe Empfindlichkeit und Selektivität. Die Magnetresonanztomographie (MR) ist eine Technik, die drei der vier Anforderungen erfüllt. Empfindlichkeit und Selektivität sind die größten Herausforderungen für die MR, die jedoch durch den Einsatz von Signalverstärkungsstrategien überwunden werden können. Ziel des uDIMREPHIP-Teams war es, MR-Systeme zu entwickeln, die in der Lage sind, die Details chemischer Prozesse aufzudecken und gleichzeitig die vier gewünschten analytischen Eigenschaften zu erfüllen. Das Projekt hatte drei Forschungsziele (RO): RO-1 war ein miniaturisierter Gas-Flüssigkeits- Kontaktor mit integrierter NMR-Funktionalität; RO-2 war die hyperpolarisierte Substratzufuhr zu nicht-trivialen Proben mit minimaler Transportzeit; und RO-3 war die Demonstration der durch hyperpolarisierte NMR gewonnenen Informationen in nicht-trivialen Proben. Die Forschungsziele wurden erreicht, indem neuartige Gas-Flüssigkeits-Kontaktoren mit hoher experimenteller Reproduzierbarkeit entwickelt, gebaut und experimentell erprobt wurden, para-Wasserstoff-Hyperpolarisationsexperimente automatisiert wurden, um die Probentransportzeit zu verkürzen, und biokompatible para-Wasserstoff-Messbedingungen für E. coli ermittelt wurden. Das uDIMREPHIP-Team ist zuversichtlich, dass die Ergebnisse dieses Projekts eine solide Grundlage für künftige Arbeiten bilden, mit denen die Grenzen der Analytik kleiner Moleküle unter schwierigen Messbedingungen weiter verschoben werden.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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