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Raub jüdischen Eigentums in Jugoslawien (1940)/1941-1945. Eine vergleichende Analyse des deutsch besetzten Serbiens und des Unabhängigen Staates Kroatien

Fachliche Zuordnung Neuere und Neueste Geschichte (einschl. Europäische Geschichte der Neuzeit und Außereuropäische Geschichte)
Förderung Förderung von 2019 bis 2024
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 426339885
 
Erstellungsjahr 2025

Zusammenfassung der Projektergebnisse

In diesem Forschungsprojekt wurde der Raub an jüdischem Eigentum in dem vom Deutschen Reich besetzten Serbien und in dem faschistischen Unabhängigen Staat Kroatien (1940)/1941 bis 1945 untersucht. Dieser Raum im Südosten Europas ist seit Jahrhunderten multiethnisch und multikonfessionell geprägt, weshalb für das Forschungsprojekt eine multiperspektivische komparatistische Analyse maßgebend war. Mit diesem Ansatz ließ sich die Vielfalt der Herrschaftszugriffe bei den oftmals miteinander vernetzten Raubprozessen am besten untersuchen. In einem transnationalen Ansatz wurden unterschiedliche Räume – Großstädte wie Zagreb, Sarajevo im Unabhängigen Staat Kroatien (USK) und Belgrad in Serbien, kleinere Städte wie Osijek im USK und Šabac sowie Gross-Betschkerek in Serbien – hinsichtlich drei Leitfragen untersucht: erstens nach den verschiedenen, bürokratischen wie offen gewaltsamen Formen des Raubs sowie zweitens nach den differenten Akteuren und schließlich drittens ausblicksweise nach der Erinnerungsgeschichte der Raubs im ehemaligen Jugoslawien nach 1945 beziehungsweise nach der Unabhängigkeit in den Republiken Kroatien und Serbien. Erstmals gelang auf der Basis umfangreicher Archivstudien in Deutschland, Serbien, Kroatien und Bosnien-Herzegowina eine umfassende Darstellung der Raubprozesse an jüdischem Eigentum während des Zweiten Weltkriegs mit besonderem Fokus auf den Akteuren des Raubs. Formen wie Verläufe des Raubs, die Zusammenhänge zwischen dem Raub jüdischen Eigentums und der Verfolgung anderer Gruppen, die räumlichen Spezifika sowie als Exkurs die Erinnerung an die Thematik mit Bezug auf beide Untersuchungsräume herauszuarbeiten. Darüber hinausgehend erwies der Vergleich von Ergebnissen der beiden Teilstudien welche Interdependenzen zwischen den differierenden Machtstrukturen und Raubprozessen bestanden.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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