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Städtische Alltage von Menschen mit Psychose-Erfahrung - Eine kollaborativ-ethnografische Untersuchung durch Europäische Ethnologie und Psychiatrie

Fachliche Zuordnung Ethnologie und Europäische Ethnologie
Public Health, Gesundheitsbezogene Versorgungsforschung, Sozial- und Arbeitsmedizin
Förderung Förderung von 2020 bis 2025
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 427092996
 
Erstellungsjahr 2025

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Das kollaborative Projekt zwischen Psychiatrie und Europäischer Ethnologie unter Beteiligung von Peer*Forschenden (=Forscher*innen mit eigenen Psychiatrie- und anderen Marginalisierungserfahrungen) hat sich empirisch den Erfahrungen von Menschen gewidmet, die versuchen, verschiedene Formen der Krise in ihren Alltagen zu bewältigen. Ein erster Projektbefund zeigt, dass ‚psychische Krisen‘ nicht auf einfache Art und Weise von anderen Formen der Positionierung und Diskriminierung in öffentlichen und institutionalisierten Räumen separiert werden können. Die herausfordernde gemeinsame Arbeit im Projekt hat deutlich gemacht, wie disziplinenbasierte und erfahrungsbasierte Ansätze zusammenkommen, um über räumliche und akteurszentrierte Verfahren besser zu verstehen, welche Handlungsräume gesehen, hergestellt und genutzt werden können. Sowohl die Selbstorganisation geeigneter Unterstützungsformate spielt eine wichtige Rolle beim Zurechtkommen mit Krisen als auch die ambivalente Wahrnehmung von städtischen Räumen und Dynamiken. Neben diesen positiven Befunden, die der Bericht ausführlich in Abschnitt 2B darstellt, hat das Projekt auch zu einer Reihe von reflexiven Erkenntnissen und Diskussionsprozessen geführt, die ein Schlaglicht werfen auf die Forschung in gemischten Teams gemeinsam mit Peer*Forschenden. Die inter- und transdisziplinäre Zusammenarbeit und die empirische Forschung unter Covid-Beschränkungen haben die Projektmitarbeitenden zum Teil massiv gefordert. Wir sind daher froh, dass es uns trotzdem gelungen ist, das Projekt mit einer Reihe von Publikationen zu einem sehr guten Abschluss zu bringen.

 
 

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