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Variationelle Modellierung molekularer Geometrien

Fachliche Zuordnung Mathematik
Förderung Förderung von 2019 bis 2023
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 427980274
 
Erstellungsjahr 2024

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Forschung an niedrigdimensionalen Materialien (wie z.B. Graphen) mit ihren faszinierenden elektrischen und mechanischen Eigenschaften ist ein rasant wachsendes Feld. Neue Resultate theoretischer und angewandter Natur erscheinen mit immer noch größerer Geschwindigkeit. Im Gegensatz zur Fülle existierender experimenteller Befunde und numerischer Simulationen sind rigorose mathematische Resultate über lokale und globale kristalline Geometrien kaum vorhanden. Das Forschungsfeld, das sich mit dem Auftreten unterschiedlicher Skalen in molekularen Strukturen beschäftigt, steckt noch in den Kinderschuhen. Der Schwerpunkt dieses Projekts war die variationelle Modellierung molekularer Geometrien im Rahmen der Molekularen Mechanik. Ziel war es, ein tieferes mathematisches Verständnis von molekularen Geometrien zu erzielen und das Auftreten von Skaleneffekten über verschiedene Skalen hinweg zu untersuchen. Ausgehend von der Nano- bis hin zur Makroskala haben wir dabei unterschiedliche Probleme betrachtet, etwa Kristallisation für molekulare Verbindungen, die Beschreibung lokaler molekularer Eigenschaften (insbesondere Defekte), das Auftreten globaler, geometrischer Charakteristiken wie etwa Flachheit in 3d, sowie schließlich den Übergang von diskreten zu kontinuierlichen Modellen. Unser Zugang basierte vor allem auf der Verwendung von Variationsmethoden für atomistische Modelle. Die Methodik umfasste aber auch Techniken aus der Graphentheorie, Kombinatorik und der diskreten Differentialgeometrie. Der innovative Charakter des Projekts bestand darin, eine Reihe von aktuellen Forschungsfragen in den Materialwissenschaften von einem rigorosen, mathematischen Standpunkt aus zu betrachten. Verglichen mit Simulationen ist der theoretische Zugang unabhängig von der Systemgröße, was einen wesentlichen Vorteil für die Untersuchung von Effekten mit sich bringt, die über mehrere Skalen hinweg auftreten.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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