Detailseite
Projekt Druckansicht

Aktives Transferlernen mit neuronalen Netzen durch Mensch-Roboter-Interaktion (TRAIN)

Fachliche Zuordnung Bild- und Sprachverarbeitung, Computergraphik und Visualisierung, Human Computer Interaction, Ubiquitous und Wearable Computing
Arbeitswissenschaft, Ergonomie, Mensch-Maschine-Systeme
Förderung Förderung von 2019 bis 2025
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 430054590
 
Erstellungsjahr 2025

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Dieses Projekt zielte darauf ab, die Fähigkeiten von autonomen Robotern in unterschiedlichen Umgebungen zu verbessern, wobei der Schwerpunkt auf der Verbesserung der Mensch-Roboter-Interaktion (MRI) lag. Angesichts der Komplexität der manuellen Programmierung verschiedener motorischer und manipulativer Fähigkeiten untersuchten wir das Lernen aus der Demonstration (LfD) als eine effektive Methode zur Ermöglichung selbstverbessernder Robotersysteme. LfD nutzt menschliches Fachwissen durch aufgezeichnete Sensordaten, um intuitiveres und adaptives autonomes Verhalten zu ermöglichen. Eine wichtige Komponente des Projekts war die Integration der Interaktiven Bayes'schen Optimierung (IBO), um menschliches Feedback in Aufgaben des Reinforcement Learning (RL) einzubeziehen, was die Optimierung von Robotertrajektorien verbesserte. Das Preference Expected Improvement (PEI) Framework innerhalb von IBO ermöglichte ein harmonisches Gleichgewicht zwischen der Führung der Nutzenden und algorithmischem Lernen, was zu einem effizienteren Erwerb von Fähigkeiten führte. Darüber hinaus haben wir das Problem des posterioren Zusammenbruchs in Variational Autoencodern (VAEs) durch die Einführung eines kontrastiven Regularisierungsansatzes (CR-VAE) angegangen, der die Qualität der latenten Repräsentationen in verschiedenen Datensätzen erheblich verbessert hat. Um die Nutzendenerfahrung (UX) und das Vertrauen in der MRI besser zu verstehen, untersuchten wir experimentell, wie Trainingsdaten das Vertrauen in RL-Agenten beeinflussen. Die Ergebnisse zeigen, dass mit besonderer menschlicher Expertise trainierte Agenten signifikant mehr Vertrauen erfuhren als solche mit schlechterer Trainingsbasis. Darüber hinaus haben wir ein nutzendenzentriertes adaptives Framework entwickelt, das sich auf die Bewertung des Vertrauens in Echtzeit durch physiologische Daten konzentriert. Zu den wichtigsten Innovationen gehörten ein Sensorhandschuh mit erweiterten Funktionen und eine Mixed-Reality-Schnittstelle zur intuitiven Visualisierung von Roboteraktionen. Die Ergebnisse zeigten, dass sich emotionale Zustände wie Valenz und Erregung direkt auf das Vertrauensniveau auswirken, was die Notwendigkeit einer adaptiven Autonomie zur Verbesserung der UX unterstreicht. Das Projekt zeigt das Potenzial der Integration von UX in Algorithmen des maschinellen Lernens, um zuverlässigere und intuitivere autonome Roboter zu schaffen. Durch die Verbesserung des Vertrauens der Nutzenden und der MRI-Qualität, haben wir ein Rahmenwerk für den effektiven Einsatz von Robotern in kollaborativen Umgebungen geschaffen, damit Roboter sicher und effizient bei alltäglichen Aufgaben helfen können. Die Ergebnisse unterstreichen die Relevanz menschlicher Führung bei der Optimierung von Roboterlernprozessen und der Verbesserung der Zuverlässigkeit dieser Systeme.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

Zusatzinformationen

Textvergrößerung und Kontrastanpassung