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Heteroldianionen der Tetrele als Synthesebausteine zum Aufbau polarisierter Mehrfachbindungssysteme und bicyclischer Carbenanaloga

Fachliche Zuordnung Anorganische Molekülchemie - Synthese, Charakterisierung
Förderung Förderung von 2019 bis 2024
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 431534440
 
Erstellungsjahr 2024

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Im Rahmen des Projektes untersuchten wir das Synthesepotential der Kaliumsalze der Sila- und Germacyclopentadiendiide. In konzeptionell einfachen Salzmetathesereaktionen setzten wir diese mit Dihalogeniden der Elemente der Gruppen 13–15 um und studierten die prinzipielle Reaktivität der erhaltenen Produkte. Wir erhielten dadurch Zugang zu neuen Substanzklassen mit bis dato unbekannten Strukturmotiven und zum Teil vielversprechenden Reaktivitätsmustern. Bindungstheoretisch interessant ist die Synthese von bis-Germylenen als Teil eines SiGe2-Dreirings. Die neuartigen Borol- und Alumolkomplexen des zweiwertigen Germaniums sind mit ihrer großen Variationsbreite bezüglich der Substituenten von allgemeinem Interesse und konnten durch die Untersuchungen im Rahmen dieses Projektes im präparativen Maßstab zur Verfügung gestellt werden. Die Darstellung von phosphanylverbrückten bicyclischen Germylenen (phospha-BCHGe`s) erforderte die sorgfältige Optimierung und Anpassung der Reaktionsbedingungen aber auch diese Klasse von durch Homokonjugation stabilisierten nukleophilen Germylene stehen für weitere Untersuchungen zur Verfügung. Die Synthese von cyclischen Germa- und Silavinylanionen (2H-Tetrolide) ist ein zu neues Ergebnis, als dass der präparative Nutzen dieser Substanzklasse schon völlig geklärt sein könnte. Im Gegensatz hierzu konnten wir mit den Germaaluminocenen bereits eine Substanzklasse etablieren, welche eine facettenreiche Folgechemie zeigt und den Zugang zu hochinteressanten Aluminium/Germaniumverbindungen ermöglicht.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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