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Farbstoffstabilisierte Nanoemulsionen als potente Plattform für Nanopartikelsynthesen

Fachliche Zuordnung Physikalische Chemie von Molekülen, Flüssigkeiten und Grenzflächen, Biophysikalische Chemie
Festkörper- und Oberflächenchemie, Materialsynthese
Förderung Förderung von 2019 bis 2024
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 431859640
 
Erstellungsjahr 2024

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Farbstoffstabilisierte Nanoemulsionen dienen als variable und wirksame Plattform für die Herstellung von anorganischen Nanoobjekten. Dazu werden geeignete metallorganische Vorstufen wie beispielsweise Tetraethoxysilan als disperse Phase und wasserlösliche Farbstoffe wie Fluorescein als Stabilisator eingesetzt. Durch den Grenzflächen-Sol-Gel-Prozess bilden sich in Abhängigkeit von den Reaktionsbedingungen wie Temperatur, Art des stabilisierenden Farbstoffes und der Silanvorstufe entweder Nanopartikel oder Nanokapseln mit enger und kontrollierbarer Größeneinstellung. Durch zeitabhängige Kleinwinkelröntgenstreuung konnte der Mechanismus der Partikelbildung aufgeklärt werden. Begleitende ab-initio-Rechnungen unterstützen die Hypothese von Farbstoffaggregaten als stabilisierende Einheiten an der Öl-Wasser-Grenzfläche. Das Konzept lässt sich auf eine große Vielfalt an weiteren Alkoxysilanen mit unterschiedlichen funktionellen Gruppen ausdehnen, wobei deren chemische Struktur einen wesentlichen Einfluss auf die entstehende Morphologie der gebildeten Metalloxide hat. Die Einfachheit des Systems und des Herstellungsprozesses sowie die hohe Variabilität der Komponenten machen die farbstoffstabilisierten Emulsionen zu einem hochattraktiven System, das aufgrund der Skalierbarkeit auch industrielle Bedeutung für die präzise Erzeugung von Metalloxid-basierten Nanoobjekten, ähnlich dem Stöber-Prozess, erlangen könnte.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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