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Die post-synaptische Disruption der Motoneuronen führt zu erhöhter Vulnerabilität und zum Voranschreiten der Erkrankung.

Fachliche Zuordnung Molekulare und zelluläre Neurologie und Neuropathologie
Klinische Neurologie; Neurochirurgie und Neuroradiologie
Molekulare Biologie und Physiologie von Nerven- und Gliazellen
Förderung Förderung von 2020 bis 2023
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 431995586
 
Erstellungsjahr 2024

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Ziel des vorliegenden Projekts war es, die Existenz synaptischer Schäden in den Motoneuronen von ALS-Patienten und Mausmodellen nachzuweisen und zu zeigen, dass Eingriffe auf synaptischer Ebene sich positiv auf krankheitsbedingte Erscheinungen auswirken könnten. Wir haben in der Tat einen weitreichenden synaptischen Verlust im Rückenmark von ALS-Patienten nachgewiesen, wobei der synaptische Verlust mit der Krankheitsdauer und dem Ort des Ausbruchs zusammenhing. Anhand von Mausmodellen konnten wir außerdem zeigen, dass die Verbesserung der synaptischen Integrität durch Aktivierung der PKA-Signalübertragung (oder Erhöhung der Erregung) mittels Chemogenetik zu einer geringeren Belastung mit Krankheitsmarkern führte, was auf eine insgesamt positive Wirkung hindeutet. Die Aktivierung von PKA durch endogene Rezeptoren hatte jedoch nur vorübergehende Auswirkungen auf die Physiologie der Motoneuronen, da eine rasche Anpassung durch die Herunterregulierung der Rezeptoren erfolgte. Ähnliche synaptische Phänotypen wurden auch bei Motoneuronen festgestellt, die aus iPSC stammen, die von genetischen ALS-Patienten gewonnen wurden; auch in diesem Fall normalisierte die Modulation der Motoneuronenerregung die synaptischen Strukturen und Zahlen.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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