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Future dreams and spaces in Eastern Africa. Practices of imagination and doing-geography in development contexts

Subject Area Human Geography
Term from 2020 to 2022
Project identifier Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Project number 432274465
 
Final Report Year 2022

Final Report Abstract

Dieses Forschungsprojekt hat sich mit Zukunftsvorstellungen und räumlichem Handeln verschiedener Gruppen der Zivilbevölkerung in Kenia auseinandergesetzt. Während in Kenia auf politischer Ebene vor allem Strategien wie die sog. „Vision 2030“ einen Rahmen vorgeben, wie sich das Land auf ökonomischer, sozialer und ökologischer Ebene in Zukunft entwickeln soll, war dieses Forschungsprojekt vor allem an den Wünschen, Träumen und Ängsten der Bevölkerung Kenias interessiert. In einem ersten Schritt konnte auf Basis theoretisch-konzeptioneller Literaturarbeit herausgearbeitet werden, wie Konzepte wie Zukunft, Imagination und Raum zusammenhängen. Dabei zeigte sich, dass „die Zukunft“ nicht unmittelbar erforschbar ist, man jedoch soziale Dynamiken in der Gegenwart untersuchen kann, die Aufschluss über mögliche Zukünfte geben. Zukunft nicht im Singular sondern im Plural zu denken und zu untersuchen ist notwendig um zu verstehen, dass Entwicklungen der Gesellschaft durch vielfältige Aushandlungsprozesse stattfinden. In einem zweiten Schritt hat sich das Projekt damit auseinandergesetzt, wie gesellschaftliche Zukunftsvorstellungen entstehen und welche besondere Rolle das Visuelle dabei spielt. Durch partizipatives visuelles Forschen mit Schüler*innen zweier weiterführender Schulen hat sich das Projekt den Zukunftsvorstellungen der jungen Zivilbevölkerung für die Landwirtschaft in Kenia genähert. Ein anderer Forschungsansatz, das Forschen in Zusammenarbeit mit Kenianischen Künstler*innen, konnte aufgrund der Covid-19-Pandemie nicht umgesetzt werden. In einem letzten Schritt hat das Forschungsprojekt untersucht, welche sprachlichen und visuellen Mitteln der Mediensektor anwendet um gesellschaftliche Zukunftsvorstellungen mitzuprägen. Dabei konnte eine Verknüpfung von einer sprachbasierten mit einer bildbasierten Analysemethode getestet werden. Dieser Analyseansatz hat sich als sinnvoll erwiesen und kann auch für weitere humangeographische Forschungen genutzt werden, die sich mit gesellschaftlichen Aushandlung von Zukünften, v.a. mit den kulturellen Praktiken (z.B. mit Bildern) bei der Aushandlung von Zukünften beschäftigen. Das Forschungsprojekt hatte ursprünglich zwei bis drei mehrmonatige Feldforschungsphasen in Kenia geplant. Diese konnten aufgrund der im März 2020 startenden Covid-19-Pandemie nicht wie geplant durchgeführt werden. Daher fand eine Verlagerung des Forschungsschwerpunkts statt. Anstelle empirischer Forschung mit der Zivilbevölkerung vor Ort wurden vor allem Medieninhalte einer Britisch-Kenianischen TV-Serie, die sich mit landwirtschaftlicher Entwicklung auseinandersetzt, analysiert. Dies hat Ergebnisse generiert, die aufzeigen, wie mithilfe audiovisueller Medien der Versuch unternommen wird, Einfluss auf die Zukunftsvorstellungen der Zivilbevölkerung zu nehmen.

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