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GRK 2654:  Nachhaltige Ernährungssysteme

Fachliche Zuordnung Agrar-, Forstwissenschaften und Tiermedizin
Förderung Förderung seit 2021
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 432617398
 
Das Ziel der globalen Ernährungssicherung bleibt weiterhin unerreicht. Eine Reihe neuer Herausforderungen erschweren die Suche nach nachhaltigen Lösungen. Dazu gehören der wachsende ökologische Fußabdruck der Landwirtschaft, sich rasch verändernde Ernährungsgewohnheiten und Lebensstile, verschiedene Formen von Mangelernährung und eine sich wandelnde Einstellung der Öffentlichkeit zu Agrar- und Ernährungsfragen. Die jüngsten globalen Krisen - Klimawandel, geopolitische Konflikte und Gesundheitsbedrohungen - haben diese Herausforderungen verschärft und die enge Wechselbeziehung zwischen Land-wirtschaft, Umwelt, Ernährung und Gesellschaft verdeutlicht. Traditionelle Ansätze, die nur die Produktion oder die Wertschöpfungskette betrachten, können dieser komplexen Problemlage kaum mehr gerecht werden. Die Analyse dieser Wechselwirkungen erfordert viel-mehr breitere Ansätze, die Ernährungssysteme als Ganzes betrachten. Das Forschungsziel des GRK ist ein besseres Verständnis der vielfältigen Interaktionen zwischen Landwirtschaft, Konsum, Ernährung, Gesundheit, Umwelt und gesellschaftlichen Einstellungen mit dem Fokus auf Politikmaßnahmen für mehr Nachhaltigkeit. Das Forschungsprogramm ist in drei Bereiche gegliedert, in denen die Wechselwirkungen zwischen Ernährungssystemen und verschiedenen Dimensionen der Nachhaltigkeit untersucht werden. In den drei Forschungsbereichen werden ökonomische Treiber und Barrieren für Veränderungen in Ernährungssystemen analysiert, Synergien und Zielkonflikte zwischen verschiedenen Nachhaltigkeitsdimensionen untersucht und der wissenschaftlich-politische Dialog gesucht, um Erkenntnisse für eine evidenzbasierte Politikgestaltung zu gewinnen. Das Qualifizierungsprogramm des GRK zielt darauf ab, eine neue Generation von Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler*innen auszubilden, die Ernährung und Landwirtschaft aus der Perspektive eines integrierten Ernährungssystems betrachten. Das GRK wird in Kooperation mit dem International Food Policy Research Institute (IFPRI) in Washington, DC und der Universität Leuven (KU Leuven) in Belgien durchgeführt. Die Forschung basiert auf Primär- und Sekundärdaten aus verschiedenen Ländern des globalen Südens und Nordens. Die Daten werden mit Methoden der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften analysiert, wobei interdisziplinäre Ansätze durch die Zusammenarbeit mit Forschenden der Universität Göttingen, des IFPRI und der KU Leuven aus den relevanten Naturwissenschaften integriert werden. Diese tragen sowohl zum Forschungs- als auch Lehrprogramm des GRK bei, einschließlich der gemeinsamen Betreuung von Promovierenden. Das Ausbildungsprogramm bietet durch Forschungsaufenthalte im Ausland, internationale Konferenzen, Gastvorträge und gemeinsame Seminare mit IFPRI und KU Leuven viele Möglichkeiten, internationale Erfahrungen zu sammeln. Die Zusammenarbeit wird auch durch Arbeitsgruppen zu kritischen Fragen der Ernährungssysteme, gemeinsame Kurse und Workshops gefördert.
DFG-Verfahren Graduiertenkollegs
Antragstellende Institution Georg-August-Universität Göttingen
 
 

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